Zufriedenheit und Lebensfreude lernen – Wie Sie Ihr Gehirn positiv programmieren können

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Es kann sein, dass positive Gefühle aufgrund vieler negativer Erfahrungen in den Hintergrund gedrängt werden.

Vor allem auch deshalb, weil wir gelernt haben, die Aufmerksamkeit auf Negatives, Dramen und Katastrophen zu richten.

Aber es ist möglich, die guten Gefühle in uns wieder zu entdecken und sie bewusst zu entwickeln, zu verstärken und zu genießen.

Vielleicht kommt Ihnen jetzt der Gedanke in den Kopf, dass es vielleicht schön wäre, sich gut zu fühlen, aber positive Gefühle lösen doch keine Probleme, oder doch?

Weniger Stress und mehr Resilienz durch gute Gefühle

Laut der bekannten Emotionsforscherin Barbara Frederickson können positive Emotionen negative Emotionen auflösen bzw. abschwächen.

Sie helfen uns besser mit Stress und Belastungen umzugehen, denn gute Laune und Freude erweitern unseren Denk- und Handlungsspielraum (Frederickson, Broaden- und Build-Theorie).

Anstatt im Stress wie gewohnt mit Anspannung, Überforderung, Hilflosigkeit oder Gereiztheit zu reagieren und in alte Emotionen zurückzufallen (= limbisches System), bleiben wir durch die Aktivierung von guten Gefühlen besser mit unserem PC (= präfrontaler Cortex) verbunden.

Unser PC ist u.a. für vernünftiges, lösungsorientiertes, kreatives Denken verantwortlich.

In einer experimentellen Studie zeigte Frederickson, dass die Teilnehmer mit positiven Emotionen die meisten Handlungsmöglichkeiten fanden.

Teilnehmer mit eher negativen Emotionen entwickelten hingegen die wenigsten Handlungsmöglichkeiten, was nicht zuletzt auch die Entscheidungsmöglichkeiten stark einengt.

Gute Gefühle helfen uns aber nicht nur klarer zu denken und qualitativ bessere Entscheidungen zu treffen, sondern sie fördern auch unsere Resilienz (= psychische Widerstandskraft).

Menschen mit einer hohen Resilienz sehen Krisen oder Rückschläge häufiger als Herausforderungen. Sie denken in schwierigen Situationen optimistischer und lösungsorientierter.

Dabei greifen sie auf wichtige Ressourcen, wie beispielsweise Disziplin, Achtsamkeit, Entspannung, Humor oder Mitgefühl zurück. 

Sie sehen, es lohnt sich, positive Gefühle zu trainieren :-)

Warum wir nichts mehr Positives fühlen können

“Und wie ist es, wenn man sich über Dinge nicht erfreuen kann, die mal schön waren? Man denkt zwar daran, aber es kommt kein Gefühl zu stande.”, fragte mich neulich jemand auf Youtube.

Wie ich im Video erkläre, kann man positive Gefühle trainieren  :-)

Denn so wie man sein Gehirn regelmäßig nutzt, so formt es sich auch.

Die meisten Menschen werden allerdings von alten Programmierungen (= Konditionierungen) gesteuert. Sie nutzen ihr Gehirn häufig nicht bewusst,  sondern reagieren automatisch und wie gelernt auf Situationen, Personen oder die Umstände.

Anders formuliert: Viele Menschen werden gedacht.

Hinzu kommt noch, dass sie sich von ihren Gefühlen abgeschnitten haben. Es wird sich in den “Kopf” zurückgezogen, weil die Gefühle dann nicht mehr so stark auf uns einwirken können.

Das läuft nicht bewusst ab, sondern ist oftmals die Folge von (kindlichen) Verletzungen, Enttäuschungen, Zurückweisungen, Ungerechtigkeiten usw.

Ein Kind ist normalerweise nicht in der Lage, allein mit starken (negativen) Emotionen umzugehen, so dass es diese zum Beispiel immer wieder verdrängt.

Und weil wir auch im späteren Leben kaum lernen, wie wir konstruktiv mit intensiven Gefühlen umgehen können, wenden wir als Erwachsene diese Bewältigungsstrategie aus der Kindheit (oder auch aus späteren Lebensphasen) automatisch immer noch an, auch wenn sie uns oft mehr schadet als hilft.

Das heißt, wir leben überwiegend auf der scheinbar “sicheren” Seite im obersten Stockwerk, nämlich im “Kopf”. Deshalb nehmen wir die Gefühle nicht mehr so stark oder überhaupt noch war.  

Was Sie tun können, wenn Sie nichts fühlen können

Damit Sie Ihren Körper wieder mehr spüren können, der ja negative und positive Gefühle ausdrückt und verstärkt, ist die schrittweise Erhöhung der sog. inneren Achtsamkeit gegenüber Ihrem Körper wichtig.

Wie können Sie das tun?

Indem Sie beispielsweise jeden Morgen eine Achtsamkeitsübung, einen gedanklichen Body-Scan oder eine einfache Atemmeditation durchführen.

Führen Sie außerdem ein Dankbarkeitstagebuch oder ein Freude-Journal, damit Sie einen Blick fürs Positive bekommen. Machen Sie daraus am besten gleich eine kleine Meditation bzw. Achtsamkeitsübung, indem Sie sich die positiven Erlebnisse nicht nur einfach gedanklich notieren.

Durchleben Sie die schönen Situationen mit allen Ihren Sinnen und machen Sie sie in Ihrer Vorstellung so stark Sie können. Wie das genau geht, zeige ich Ihnen im Video weiter unten.

Häufig funkt Ihnen bei Ihren Bemühungen das automatische Denken bzw. der Gedanken-Troll (= konditionierte Ich) dazwischen. Er “sagt” dann vielleicht zu Ihnen: “Ich kann mir nichts Positives vorstellen” oder “Ich stelle mir es zwar vor, aber ich spüre nichts” (vgl. oben).

Für den untrainierten Geist mag das zunächst zutreffen. Das Gehirn ist jedoch plastisch, d.h. es formt sich nach seiner regelmäßigen Nutzung, wie ein (geistiger) Muskel.

Der Beweis ist einfach: Wir können uns i.d.R. ohne Probleme Negatives vorstellen und es uns ziemlich gut ausmalen (= Kopfkino), weil wir es bisher regelmäßig, wenn auch größtenteils unbewusst trainiert haben.

Genau das Gleiche gilt aber auch, wenn Sie anfangen, sich wieder an Positives in Ihrem Leben zu erinnern und es sich regelmäßig wieder bewusst machen. Und zwar so, als ob es gerade passieren würde.

Sie werden feststellen, dass Sie mit genügend und regelmäßiger Übung wieder Zugang zu den positiven Erlebnissen und den damit verbundenen guten Gefühlen bekommen.

Allerdings ist das ein schrittweiser Prozess. Es ist nicht wie einen Lichtschalter umzulegen und schon brennt das Licht. So funktioniert unser programmierbares Gehirn nicht. Aber Sie können Ihr Gehirn – wie einen Muskel – wieder auf das Gute, das Positive, auf Wohlgefühle trainieren.  

Reservieren Sie sich deshalb täglich 10 bis 15 Minuten (oder später mehr) für positive Erinnerungen/Erlebnisse.

Und verlieren Sie dabei den Troll nicht aus den Augen, der ihnen viele Gründe nennen wird, warum sich der Aufwand nicht lohnt oder warum das bei Ihnen nicht klappt.

Denn Sie wissen vielleicht schon, dass der Troll gute Gefühle ausblenden möchte, weil er sonst immer mehr schrumpfen würde. Er “ernährt” sich nämlich hauptsächlich von negativen Gefühlen.

Das BossImKopf Video: Wie Sie Ihr Gehirn auf inneren  Frieden und Lebensfreude umprogrammieren können

Es lohnt sich also in vielerlei Hinsicht, Ihr Gehirn “positiv” bzw. auf gute Gefühle zu programmieren.

Wie das geht, zeige ich Ihnen hier in diesem BossImKopf Video aus Jena von der Kunitzburg.

Weiterhin erfahren Sie,

  • wie Sie selbständig einen Wohlfühl-Anker installieren können.
  • dass schon jeder etwas Positives erlebt hat.
  • wie Sie sich am besten an etwas Schönes erinnern können.
  • wie Sie sich etwas Positives vorstellen können.
  • dass man gute Gefühle trainieren kann.
  • welche Vorteile ein Frieden-oder Freude-Journal bzw. Dankbarkeits-Tagebuch hat.
  • dass Sie Ihr Gehirn “umprogrammieren” können.
  • wie Sie besser mit Stress umgehen können.
  • wie Sie gelassener, glücklicher, innerlich ruhiger und dankbarer werden.

Um das Video zu starten, klicken sie ein- oder zweimal auf das Bild unterhalb dieses Textes. Mit einem erneuten Klick können Sie jederzeit pausieren und wieder fortfahren.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Boss im Kopf werden und bleiben Sie dran, denn der Weg lohnt sich :-)

BossImKopf = Klarer denken, besser fühlen, bewusster leben

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska Luschas studierte Psychologie. Danach absolvierte Sie die 5-jährige Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin am IVS Fürth. Seit 2006 hilft sie ihren Klienten "Boss im Kopf" zu werden. Ihre Arbeitsweise ist integrativ, durchaus unbequem und wirksam. Sie liebt die Natur, lebt umweltfreundlich u. unterstützt den Tierschutz.

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Artikel in:  Positives   

Kommentare

  1. Johanna schreibt:

    Danke für das tolle Video, es ist eine super Übung.
    Freue mich durch viel Üben einen großen Anker zu erzeugen.
    Diese Vorstellung spornt mich an, auch immer was dabei zu haben mit dem ich mir dann helfen kann in unangenehmen Situationen.

    Liebe Grüsse

    Johanna

    • Franziska Luschas schreibt:

      Ja, ein regelmäßig aufgeladener Wohlfühlanker hilft – am besten rechtzeitig ausgelöst – in vielen unangenehmen Situationen und bei negativen Gefühlen.

      Bleiben Sie weiterhin auf Ihrem Weg zu mehr Boss im Kopf dran, es lohnt sich :-)

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