Wie Sie durch Akzeptanz dessen, was ist, mehr Frieden, Gelassenheit und Glück aufbauen

von  Franziska Luschas
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“Ich denke wenn jemandem etwas Schlimmes widerfährt, wie z.B. eine schwere Krankheit, Verlust eines geliebten Menschen oder des Arbeitsplatzes, dann ist man erstmal verzweifelt und traurig, ob man will oder nicht. Dann will man auch nichts von Akzeptanz hören. Das Konzept ist theoretisch elegant weil man bei jedem Problem sagen kann: ‘Du must es nur akzeptieren’. Praktisch ist das aber enorm schwierig umzusetzen.”

(Kommentar auf meinem BossImKopf YouTube Kanal zum Video: Glück durch Akzeptanz)

Sagt der clevere Troll (cEgo) in uns, wenn er uns wieder “vernünftige” Gründe liefert, warum Akzeptanz nicht funktionieren kann oder für den “normalen” Menschen scheinbar nicht erreichbar ist.

Denn der Troll lebt von Widerstand gegen das, was ist. Auch wenn er etwas anderes behauptet.

Das cEgo (das konditionierte Ich) will leiden, denn keine Geschichte mehr über sich und die Welt zu haben, macht dem Troll richtig Angst.

Gegen die Realität anzukämpfen, heißt Leid zu erzeugen

Gegen die Realität anzukämpfen, ist für viele Menschen normal und fühlt sich deswegen vertraut und richtig an.

Oftmals spielt sich der tägliche Kampf gegen den jetzigen Moment im Verborgenen ab und macht sich zum Beispiel durch innere Unruhe, Langeweile, Ärger oder Traurigkeit bemerkbar.

Man könnte auch sagen, sobald Sie aufwühlenden Stress empfinden, befinden Sie sich höchstwahrscheinlich im Widerstand gegen das, was gerade ist. Gegen etwas oder jemanden zu sein, braucht Ihr Ego, um sich zu erhalten bzw. zu wachsen.

Typische Ego-Reaktionen sind Gedanken, wie: “Ich will eigentlich gar nicht hier sein”, “Wann ist das endlich vorbei?”, Sie hört mir einfach nicht zu.”, “So etwas dürfte es eigentlich gar nicht geben.”, “Wieso tun Menschen so etwas?”.

Bei den meisten Menschen laufen diese Abwehrprogramme automatisch – hinter ihrem Rücken – ab. Trotzdem “hört unser Körper immer mit”, was sich oftmals in verspannten Muskeln, Magenschmerzen, Übelkeit oder Kopfweh zeigt.

Dieses selbsterzeugte Leid können Sie bewusst durch praktische Akzeptanz reduzieren.

Achtung Trollgefahr!

Versuchen Sie jetzt bitte wirklich achtsam und wachsam zu bleiben. Beobachten Sie den evtl. aufsteigenden Ärger, den Drang, sich rechtfertigen zu müssen (“Ja, aber …”) und ähnliche Verteidigungsmechanismen.

So fängt Ihr Troll nämlich wieder das Trollen an ;-)

Akzeptanz ist nicht das Gleiche wie Aufgeben

Ihren Troll erkennen Sie vor allem an kindlich-naiven Gedanken, wie Entweder-oder-Denken, Schwarz-weiß-Denken, Katastrophen-Denken, Übertreibungen, sich auf das Negative zu konzentrieren, nach Problemen statt nach Lösungen zu suchen …

Und der Troll in uns fällt leicht in diese häufig unbewusst ablaufenden Denkfallen, denn er will die Realität nicht akzeptieren, sondern weiter an Stärke gewinnen.

Also “sagt” er Ihnen, dass Hier und Jetzt zu akzeptieren bedeutet aufzugeben.

Deshalb hat Uwe Luschas auf den obigen Kommentar folgendes geantwortet:

“Meiner Erfahrung nach ist Akzeptanz nur dann elegantes theoretisches Konzept, wenn es nicht umgesetzt, angewandt und immer wieder eintrainiert wird.

Der Neurobiologe Gerald Hüther hat das schön formuliert: Wir haben kein Wissensproblem, sondern ein Umsetzungsproblem.

Und es geht nicht darum, etwas wie eine schwere Krankheit ‘bloß’ zu akzeptieren (und dann zu resignieren), sondern durch die Akzeptanz einen Blick auf mögliche Lösungen zu bekommen, was tatsächlich schwierig umzusetzen ist, wenn man verzweifelt, traurig oder voller Angst ist.

Eine unserer Kursteilnehmerinnen hatte einen nussgroßen Tumor an ihrem Auge diagnostiziert bekommen. Die Ärzte meinten, das Auge wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr zu retten.

Klar, zunächst überschwemmten sie auch Gefühle der Verzweiflung, Wut, Angst, Traurigkeit. Aber dann hat sie die Situation akzeptiert und sich nicht weiter mit dem Tumor identifiziert.

Sie hat alles Notwendige getan, um diese negativen Gefühle abzubauen und die bestmögliche Behandlung zu bekommen.

Letztes Wochenende habe ich sie im Rahmen einer Weiterbildung bei uns wieder getroffen. Der Tumor, die Operation und die Arbeit an sich selbst hat sie stark verändert.

Jetzt hilft sie Menschen in ähnlichen Situationen weiter und hat sich sogar für die Palliativpflege ausbilden lassen. Und ihr operiertes Auge ist noch zu 70% funktionstüchtig.

Aber am bedeutsamsten war für sie, dass sie gelernt hat, sich auch in kritischen Situationen nicht komplett von dem Schmerzkörper bzw. cEGO übernehmen zu lassen. Sie machte einen zufriedenen, starken und glücklichen Eindruck auf mich.”

Das BossImKopf Glücksserienvideo: Wie Sie Glück durch Akzeptanz herstellen

Wie Akzeptanz oder das Zulassen des jetzigen Moments dazu beitragen können, dass Sie sich glücklicher fühlen, erfahren Sie im 2. Teil der Cuxhaven Glücksserie :-)

Sie erfahren in diesem BossImKopf Video unter anderem,

  • wie sich unser Körper verkrampft, sich unsere Muskeln anspannen, wenn wir uns aufregen.
  • warum viele Menschen gegen die Realität kämpfen, sich beschweren, gegen etwas oder jemanden sind.
  • dass Sie sich, wenn Sie gegen das Hier und Jetzt kämpfen, unglücklich machen, und sich Ihr Schmerzkörper freut ;-)
  • dass es besser ist, wenn Sie Akzeptanz zunächst an kleinen Herausforderungen (Nebel, Stau, Schlange an der Kasse) üben.
  • was Sie tun können, um wieder zu sich (ins Hier und Jetzt) zu kommen.
  • wie Ihnen eine bewusste Wahrnehmung Ihres Körpers (Atem, Arme, Beine, Füße) und Ihres Geistes (Gedanken) helfen kann, wieder klarer zu denken und gelassener zu werden.
  • dass Sie Ihren Troll (Ego) und Ihren Schmerzkörper durch Widerstand stärken und sich dabei immer unglücklicher machen.
  • wie Sie durch das nicht bewertende Zulassen Ihrer Gefühle gelassener, friedlicher und auch glücklicher werden können.
  • warum Ihr Leben besser wird, wenn Sie regelmäßig in sich hineinspüren, ob Sie gerade wieder (innerlich) gegen etwas ankämpfen.
  • wie Sie durch Akzeptanz die Veränderung sein können, die Sie sich für diese Welt wünschen :-)

Um das Video zu starten, klicken sie ein- oder zweimal auf das Bild unterhalb dieses Textes. Mit einem erneuten Klick können Sie jederzeit pausieren und wieder fortfahren.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Boss im Kopf werden und bleiben Sie dran, denn der richtige Weg lohnt sich :)

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska Luschas studierte Psychologie. Danach absolvierte sie erfolgreich die 5-jährige Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin am IVS Fürth. Seit 2006 hilft sie ihren Klienten "Boss im Kopf" zu werden. Ihre Arbeitsweise ist integrativ, durchaus unbequem und wirksam. Sie liebt die Natur, lebt umweltfreundlich u. unterstützt den Tierschutz.

P.S.
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