Weniger Angst, mehr Lebensfreude (5) – Den Kampf gegen das negative Denken beenden
“Ich darf diesen Gedanken auf gar keinen Fall denken!”
“Ich habe solche Angst vor diesen Gedanken.”
“Ich will diesen Gedanken nie wieder denken.”
Besonders Menschen mit Zwangsgedanken, Angst- und Panikstörung kennen das zur Genüge.
Wie die Angst vor negativem Denken häufig noch mehr negative Gedanken und Gefühle erzeugt
Gerade wenn wir uns gestresst fühlen, sind wir für die Stimme in unserem Kopf viel anfälliger als sonst.
Wir glauben nicht nur jeden unserer negativen Gedanken, sondern bekommen auch noch ein schlechtes Gewissen, weil wir solche “schlimmen” Gedanken haben.
Vor allem Menschen mit strengen, selbst auferlegten Regeln und einem hohen Schuldbewusstsein schämen sich oft wegen ihrer negativen Gedanken und haben ein schlechtes Gewissen.
Ich kann mich an eine Klientin – eine streng religiös erzogene 56-jährige Dame – erinnern, die seit über 30 Jahren glücklich mit ihrem Mann verheiratet war.
Zu Ihren Kunden gehörten vor allem Geschäftsmänner und ihr Schneideratelier lief gut. Wenn sie jedoch gestresst war, dann fühlte sie sich häufig von “schlechten Gedanken bedroht”.
In solchen Momenten hörte sie ihre eigene Stimme im Kopf sagen: “Wenn du einen anderen Mann attraktiv findest oder ihn anlächelst, dann hast du deine Ehe gebrochen. Du betrügst deinen Mann. Du bist ein schlechter Mensch! Er wird dich verlassen!”.
Obwohl sie wusste, dass das nicht der Wahrheit entsprach, konnte sie sich gegen die starken Schuld- und Schamgefühle nicht wehren.
Jedes Mal, wenn sie ihrem geduldigen Mann von ihren Befürchtungen erzählt hatte, fühlte sie sich vorübergehend zwar erleichtert, die Angst vor weiteren “schlimmen” Gedanken war jedoch bald wieder in voller Stärke da.
Und umso mehr sie versuchte, diese negativen Gedanken zu unterdrücken, desto stärker und häufiger traten diese Gedanken zutage.
BossImKopf Trainings-Video – Wenn wir negative Gedanken bekämpfen, werden Sie oft noch stärker
Nachdem sie den Zusammenhang zwischen Ihren bisherigen Lernerfahrungen und Ihrem gewohnten Denken, Fühlen und Verhalten immer mehr erkannte, wagte sie den ersten Schritt aus diesem Teufelskreis heraus.
Anstatt diese “schlimmen” Gedanken abzuwehren, begann sie allmählich diese Gedanken und Gefühle in sich zu akzeptieren. Das fiel ihr umso leichter, desto mehr sie auch die intensiven Schuld-und Schamgefühle aus ihrer Vergangenheit bearbeitete.
Zu ihrer Erleichterung erkannte sie immer mehr, dass sie nicht diese Gedanken und Gefühle ist, sondern, dass sie diese Gedanken und Gefühle hat, die andere vor langer Zeit in sie hinein programmiert hatten.
“Wenn sich wieder negative Gedanken einschleichen, dann weiß ich jetzt, dass ich Urlaub brauche”, sagte die Schneiderin zuletzt mit einem Augenzwinkern
Beginnen auch Sie, den ersten Schritt aus dem negativen Gedankenrad zu machen und akzeptieren Sie, dass “es” gerade so in Ihnen denkt. Bewerten und verurteilen Sie Ihr Denken nicht, denn damit führen Sie Ihrem gewohnten Denkmuster nur unnötig Energie zu.
Entdecken Sie nun in diesem 5. Video zur 5-teiligen BossImKopf Serie “Cuxhaven 2014,
- wie wir im Laufe unseres Lebens gelernt haben, negativ zu denken.
- warum das Akzeptieren von negativen Gedanken der erste Schritt in ein befreites Leben ist.
- welche kraftvolle Affirmation Sie zu sich sagen können, wenn Sie wieder merken, dass Sie negativ denken.
- was ein Gedanken-Unterdrückungs-Experiment ist.
- dass negative Gedanken zu akzeptieren nicht das Gleiche ist, wie sich unbewusst auf diese Gedanken zu konzentrieren.
- warum Sie Ihre wertvolle Lebenszeit und -energie nicht mit schlechten Gedanken und Gefühlen verschwenden sollten.
- dass Ihnen bewusstes, tägliches Üben dabei hilft, Ihre alten belastenden Denk- und Gefühlsmuster zu unterbrechen.
Um das Video zu starten, klicken sie ein- oder zweimal auf das Bild unterhalb dieses Textes. Mit einem erneuten Klick können Sie jederzeit pausieren und wieder fortfahren.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Boss im Kopf werden und bleiben Sie dran, denn der richtige Weg lohnt sich :)
Franziska Luschas
Diplom Psychologin
P.S.
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P.P.S.
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Hallo Frau Luschas, wenn ich z.B. spazieren gehen möchte und mein Troll bzw. meine Angst mir dann wieder „schlimme“ Gedanken erzählt lasse ich sie zu sage mir „ es sind nur Gedanken“ bleibe im „ Hier und Jetzt“ und setze meinen Spaziergang fort. Habe ich das richtig verstanden? Kann ich auch sagen „ es sind nur Gedanken, ich lass sie los und gehen“ wie beim X Prozess? Und ab wann (oder evtl. Gar nicht )sollte ich den X Prozess anwenden in der Situation?
Hallo Daniela,
das kommt darauf an, wie lange Ihre Angst schon besteht, welche Auslöser zu Ihrer Angst führen, wie stark die Angst ist oder auch durch welche Gedanken die Angst aufrechterhalten wird.
Aus zeitlichen Gründen führe ich zwar keine Beratungen mehr durch, aber vielleicht kann eine – von uns im X Prozess ausgebildete – Therapeutin zur Klärung Ihrer Fragen beitragen.
Viele Grüße aus dem sonnig schönen Fürth