Weniger Angst, mehr Lebensfreude (4) – Raus aus dem Gedankenkarussell mit der Wer-Frage
Negative Gedanken gleich als solche zu erkennen, ist für viele Menschen normalerweise gar so nicht so einfach.
Zum einem haben wir es nicht gelernt und zum anderen macht es auch vielen Angst, in ihr Inneres zu schauen.
Spätestens, wenn wir jedoch wiederholt unter Panik oder starken Schmerzen leiden, merken wir normalerweise, dass etwas nicht stimmt.
Widerstand zieht nur noch mehr Anspannung nach sich
Wenn negative Gefühle oder Schmerzen jedoch erst mal so richtig stark geworden sind, dann fällt es vielen Menschen besonders schwer, lösungsorientiert damit umzugehen.
Wir kämpfen dagegen an, versuchen uns abzulenken, nehmen Drogen, Tabletten und beklagen uns bei anderen darüber.
Aber durch mehr Widerstand wird das Problem in der Regel nicht kleiner.
Im Gegenteil, häufig werden Angstgedanken oder Panikgefühle noch stärker. Versuchen Sie beispielsweise mal angestrengt nicht an das Problem zu denken, was Sie gerade am meisten belastet.
Was glauben Sie passiert?
Oder stellen Sie sich kurz vor, dass Sie es hassen, Ihre ohnehin schon knapp bemessene Zeit in einer langen Warteschlange verbringen zu müssen.
Sie können ärgerlich werden, den Einkaufswagen in die Fersen der Leute vor Ihnen schieben, die Kassiererin anschnauzen und sich bei Ihrer Freundin lautstark am Handy über den “Saftladen” beschweren.
Oder Sie werden nervös, weil Sie Angst haben Ihren Termin nicht mehr rechtzeitig zu schaffen.
Befreien Sie sich, statt gegen Negativität zu kämpfen
Diese negativen Emotionen verstärken die negativen Gedanken und diese ziehen weitere negative Gefühle nach sich.
Wenn Sie diesen Teufelskreis unterbrechen möchten, dann hören Sie zunächst erst einmal auf, gegen Ihre automatischen Gedanken und Gefühle anzukämpfen.
Akzeptieren Sie, dass Sie gerade so denken und fühlen, wie Sie es tun. Schon alleine dadurch wird das negative Gefühl schwächer.
Dann beginnen Sie, Ihr Gehirn gezielt zu nutzen und überprüfen Ihr gewohntes Reaktionsmuster zum Beispiel mit den folgenden hilfreichen Fragen:
- Bringt mich der negative Gedanke bzw. das negative Gefühl irgendwie weiter?
- Wird die Schlange dadurch kürzer oder das Problem gelöst?
- Tut es mir (meinem Körper, meiner Familie, der Umwelt) gut, so zu reagieren?
Und wenn Sie jetzt denken: “Aber wenn ich mich nicht aufrege, dann wird alles beim Alten bleiben”, dann empfehle ich Ihnen, diese Überzeugung mit The Work von Byron Katie zu hinterfragen.
BossImKopf Trainings-Video – Wie Sie mit der Wer-Frage leichter die Kontrolle in Ihrem Kopf übernehmen
Erfahrungsgemäß zieht Widerstand nur noch mehr Widerstand nach sich.
Fangen Sie deshalb an, Boss im Kopf zu werden, anstatt Ihren Geist, Ihre Beziehungen oder die Umwelt mit Negativität zu belasten.
Fragen Sie sich beispielsweise, ob und welche scheinbaren Vorteile diese gelernten Gedankenmuster für Sie haben. Dabei kann Ihnen The Work von Byron Katie helfen.
Zusätzlich gibt es eine weitere einfache, aber unglaublich kraftvolle Frage, mit der Sie sich vom negativen Denken distanzieren und letztendlich befreien können. Stellen Sie die Wer-Frage am besten jedes Mal, wenn Sie bemerken, dass Sie sich schlecht fühlen.
Im 4. Video zur 5-teiligen BossImKopf Serie “Cuxhaven 2014 erfahren Sie,
- wie genau Sie die Wer-Frage anwenden können.
- wie ein typisches Beispiel für Katastrophen-Denken aussehen kann.
- wie Sie sich von negativen Gedanken und Gefühlen lösen können.
- wie Sie einen Raum der Stille im Kopf schaffen können.
- wie Sie vom bloßen Reagieren ins bewusste Handeln kommen können.
- wie Sie mehr Klarheit in Ihr Denken bekommen.
Um das Video zu starten, klicken sie ein- oder zweimal auf das Bild unterhalb dieses Textes. Mit einem erneuten Klick können Sie jederzeit pausieren und wieder fortfahren.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Boss im Kopf werden und bleiben Sie dran, denn der richtige Weg lohnt sich :)
Franziska Luschas
Diplom Psychologin
P.S.
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P.P.S.
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Ich finde die WER-Frage ziemlich mächtig und sehr hilfreich, um gewisse Distanz zu seinen Gedanke oder Emotionen zu schaffen.
Sehr hilfreich finde ich auch in Ihren Artikeln oder Videos, dass Sie bestimmte Methoden, Inhalte immer wieder auf unterschiedliche Weise wiederholen. Das hat mir sehr geholfen. Der Fokus ist auch auf wenige Methoden ausgewählt. Das ist auch wichtig für mich.
In einem Buch über Verhaltenstherapie was ich gelesen habe, waren einfach zu viele Übungen/Themen aufgeführt, so dass ich mich schnell in zu vielen Inhalten verloren habe und gar nicht dran geblieben bin. Ich wusste nicht welche Übung wichtig ist. Dank Ihnen ist es anderes geworden. Ich bin ein krasser „Dranbleiber“ geworden.
Ich hoffe, dass das neue BossImKopf-Buch auch so gut wird wie diese sehr hilfreiche Artikeln,Inhalte,Videos
Danke für Ihr Feedback, Eugen
Schön,dass ich auf Ihr Video gestoßen bin bei der verzweifelten Suche,aus meinem Gedankenkarrusel zu steigen.Ich werde es ausprobieren, vielleicht hilft es auch bei Angst vor dem “immer alleine zu bleiben.” Herzliche Grüße und Dankeschön Christine
Bei vielen Ängsten hat sich v.a. auch die X Prozess Entspannung bewährt.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute