Was hilft besser bei Angst? Die X Prozess Methode oder Konfrontationstherapie

Angst-Konfrontation-XP-Prozess

Hallo Frau Luschas,
Ich leide an Panikattacken und einer Erwartungsangst die sich oft über mehrer Stunden amTag zieht. Ich mache seit einigen Wochen die XProzess Musterunterbrechung. Meine Frage ist ob eine Konfrontationstherapie auch möglich ist oder langt es “nur“ Musterunterbrechungen zu praktizieren.
LG

Diese Frage beantworte ich im Video weiter unten.

Zuvor möchte ich jedoch noch kurz auf den X Prozess eingehen, den Uwe Luschas auf der 1. Stufe als Entspannungsmethode sowie Muster-Unterbrechung entwickelt hat und den ich nun schon seit vielen Jahren als Psychologin, Dozenten/Supervisorin und natürlich an mir selbst erfolgreich getestet habe :-)

Was der X Prozess ist und warum er wirkt

Im Rahmen unserer Aus- und Weiterbildungen entwickeln wir den X Prozess im ständigen Austausch mit praktizierenden XP Beratern und Therapeuten stetig weiter, so dass er noch vielfältiger, einfacher, sicherer und effizienter einsetzbar ist.

Sie können die X Prozess Grundtechnik bspw. zur schnellen Entspannung ebenso gut verwenden, wie zur wirksamen Unterbrechung von negativen Gedanken und Gefühlen.

Bisher bin noch keiner anderen Methode begegnet, die bei starkem Stress oder negativen Gefühlen so gut funktioniert.

Das “Klopfen”, als eines von vielen Wirkprinzipien im X Prozess, dient bei uns bspw. dazu, die Aufmerksamkeit auf den Körper (und dadurch auf das Hier und Jetzt) zu lenken.

Durch den Aspekt des “Klopfens” wird der X Prozess manchmal mit EFT (welcher Art auch immer) verwechselt. Im Gegensatz zu angenommenen Energieblockaden basiert das Wirkprinzip im X Prozess jedoch auf die wissenschaftlich belegte Plastizität unseres Gehirns (siehe aktuelle Neurobiologie).

Neuroplastizität bedeutet, so wie wir unser Gehirn regelmäßig benutzen, so formt es sich. Deshalb unterbrechen wir mithilfe des X Prozesses alte (negative) Muster und bauen positives bzw. konstruktiveres Verhalten auf.

Dieser Vorgang wird in der erfolgreichen Kognitiven Verhaltenstherapie De-Konditionierung (= Ver- bzw. Umlernen) genannt und ist in zahlreichen Studien belegt.

Weiterführende Informationen für Interessierte und Therapeuten

Das X steht im Übrigen dafür, dass im “oberen Dreieck” Stress oder Negatives abgebaut und im “unteren Dreieck” durch gute Gefühle und Positives ersetzt werden soll.

Beispielsweise integriert und stützt sich der XP noch auf viele weitere, wissenschaftlich belegte Effekte:

  1. Exposition in sensu
  2. Entspannung (vgl. hierzu insb. die Forschungen zum Parasympathikus)
  3. Muster-Unterbrechung (= natürliches Loslassen)
  4. Reparenting
  5. Embodiment
  6. Affirmationen
  7. Positive Arbeit
  8. De-Fraktionierung
  9. Achtsamkeit
  10. Fokussierungsflexibilität

Die meisten X Prozess Anwender sind begeistert, dass sie diese einfache Entspannungsmethode selbständig und fast in jeder Situation durchführen können. Nichtsdestotrotz ist der X Prozess kein Zaubermittel. Es kann nur wirken, wenn Sie ihn auch richtig und am besten regelmäßig anwenden.

Hinweis

Wenn Sie schmerzliche Erfahrungen aufarbeiten möchten oder bei stärkeren, länger bestehenden Ängsten, aber auch wenn Sie unsicher in der XP Durchführung sind, empfehlen wir Ihnen einen von uns ausgebildeten XP Berater oder Therapeuten. Schreiben Sie uns in diesem Fall einfach eine kurze Email.

BossImKopf Video: Angst, Konfrontation und Musterunterbrechung – Was hilft besser?

Bei Angststörungen hat sich vor allem auch die Kognitive Verhaltenstherapie, insb. mit ihren Konfrontationsverfahren als Mittel der 1. Wahl bewährt.

Genaueres dazu erkläre ich in diesem Video.

Sie erfahren beispielsweise,

  • dass sich die X Prozess Musterunterbrechung besonders gut bei Angst eignet.
  • dass Sie mit der XProzess Methode alte negative Muster bewusst akzeptieren und unterbrechen.
  • warum der X Prozess so wirksam ist.
  • warum Hypnose bei Ängsten oft nur kurzfristig wirkt.
  • was Sie brauchen, damit eine Methode bei Angst gut und vor allem nachhaltig wirkt.
  • wie Sie Ihr Gehirn anders nutzen können.
  • dass die Kognitive Verhaltenstherapie das Mittel der Wahl bei Ängsten und Panik ist.
  • dass Vermeiden, Verdrängen und Ablenken dazu führen, dass die Ängste weiter bestehen bleiben oder sogar noch stärker werden.
  • dass Angst Vorstellungen oder Gedanken dazu führen, dass der Körper entsprechend mit Stress reagiert.
  • wie Sie sich auf die Angst vorbereiten können.
  • dass sich Ängste weiter ausbreiten können (Generalisierung).
  • was ich bei starken oder langanhaltenden Ängsten empfehle.
  • dass wir speziell für Ängste, Panik oder Zwänge Therapeuten ausgebildet haben, die Sie professionell unterstützen können.
Um das Video zu starten, klicken sie ein- oder zweimal auf das Bild unterhalb dieses Textes. Mit einem erneuten Klick können Sie jederzeit pausieren und wieder fortfahren.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Boss im Kopf werden und bleiben Sie dran, denn der richtige Weg lohnt sich :-)

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska Luschas studierte Psychologie. Danach absolvierte sie erfolgreich die 5-jährige Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin am IVS Fürth. Seit 2006 hilft sie ihren Klienten "Boss im Kopf" zu werden. Ihre Arbeitsweise ist integrativ, durchaus unbequem und wirksam. Sie liebt die Natur, lebt umweltfreundlich u. unterstützt den Tierschutz.
Artikel in:  XProzess   

Kommentare

  1. anna schreibt:

    Liebe Franziska,

    ich bin großer Boss im Kopf Fan und freue mich sehr über jedes neue Video von dir. Meine Fortschritte durch Boss im Kopf sind wirklich groß aber leider merke ich dennoch, dass die Angst immer wieder versucht sich neue wege zu bahnen, vor allem wenn ich mal eine Tag das Entspannungsprotokoll ausgelassen habe oder sehr müde bin. Mir kommt es so vor, wie du mal in einem Video gesagt hast, dass man manchmal leider wirklich für die Angst kämpft obwohl man das eigentlich gar nicht möchte.Gibt es hierfür eventuell ein paar extra Tricks, macht es zum Beispiel Sinn die Übungen zu verdoppeln oder zum Beispiel das Eprotokoll 2x hintereinander zu machen? Viele Grüße, Anna

    • Franziska Luschas schreibt:

      Hallo Anna,

      manchmal kommt man alleine mit dem E-Protokoll nicht weiter, insb. bei tiefer oder länger bestehenden Ängsten.

      Der neuen Benutzung des Gehirns (ca. 10 bis 20 min täglich BossImKopf Training), stehen oftmals (jahr-)zehntelange alte Muster in Form von automatischen Angst Gedanken und Gefühlen gegenüber.

      Und wenn man geschwächt ist und die Bewusstheit wieder abnimmt, dann kommen täglich viele neue Angsteindrücke hinzu, ohne dass man es merkt.

      Sie können Ihren BossImKopfweg jedoch mit professioneller Unterstützung, zum Beispiel durch geeignete Beratung, effizienter, mit weniger Umwegen und Rückfällen gehen.

      Falls Sie daran interessiert sind, dann schreiben Sie mir einfach eine kurze E-Mail, damit ich Ihnen einen von uns ausgebildeten Berater empfehlen kann.

      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und bleiben Sie dran, denn der richtige Weg lohnt sich :-)