Warum es nicht reicht, Probleme zu verstehen oder darüber zu reden, um sie tatsächlich auch zu lösen

von  Franziska Luschas
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“Aber ich muss doch drüber nachdenken, damit ich zu einer Lösung komme”, verteidigt der junge Manager sein tägliches, stundenlanges Grübeln.

Eine Bürokauffrau berichtet: “Allein in den letzten 2 Jahren habe ich bestimmt an die 30 Selbsthilfe Bücher und spirituelle Ratgeber gelesen, aber meine Panik ist nicht besser geworden.”

Auch durch eine 2-jährige Gesprächstherapie, Familienstellen und Reiki Behandlungen seien die Ängste nicht weggegangen.

Wie uns die Sucht nach noch mehr Verstehen davon abhält, ins richtige und wichtige Handeln zu kommen

Eine 52-jährige Paarberaterin hat Tausende von Euros für Fachbücher und Seminare ausgegeben, um ihre Probleme “endlich richtig” verstehen zu können.

Mit einem ausgeprägten Burnout Syndrom schleppte sie sich zu mir und erzählte mir mit Tränen in den Augen: “Meine ganzen Bemühungen liefen ins Leere. Das hat mir das Gefühl gegeben, wirklich unfähig zu sein: ‘Du bist ein Loser, weil du es nicht selbst auf die Reihe kriegst.’”

Weil der Drang, alles verstehen zu wollen, für viele Menschen so normal ist, fällt ihnen dieses (häufig unkritisch übernommene) Verhaltensmuster oftmals gar nicht auf.

Und solange wir diese blockierende Gewohnheit nicht erkennen, solange sind wir gezwungen, das Gleiche ständig zu wiederholen:

Zuerst sind wir davon überzeugt, dass uns dieses Buch, dieser Kurs, diese Therapie endlich von unseren Problemen befreien wird. Aber schon nach kurzer oder längerer Zeit der Begeisterung stellen wir fest, dass es doch wieder nicht das Richtige war, uns immer noch etwas fehlt, damit es endlich “Klick” macht.

Ihr zwanghaftes Bedürfnis, Ihr Problem endlich vollständig zu verstehen, wird auf diese Weise aufrechterhalten

Diese Spirale, über Ihre Probleme nachzudenken, zu lesen und zu reden, dreht sich unaufhörlich weiter …

BossImKopf Trainings-Video – Wie Sie die gewohnte Problemtrance vom lösungsorientierten Handeln abhält

Wenn sich in Ihrem Leben tatsächlich etwas positiv und v.a. auch nachhaltig verändern soll, dann empfehle ich Ihnen ins richtige und wichtige TUN zu kommen, anstatt wie bisher über (oftmals vorgestellte) Probleme nachzudenken.

In der Regel können Sie die Sucht über Probleme nachzudenken bzw. zu reden nur unterbrechen, wenn Sie dieses blockierende Muster auch als solches bewusst erkennen.

Damit Sie das zwanghafte Nachdenken über Probleme schneller bemerken und gezielt unterbrechen können, beantworte ich in diesem BossImKopf Video die folgenden Fragen:

  • Wird Ihr Problem automatisch weniger, wenn Sie nur oft genug darüber nachdenken oder mit jemanden darüber reden?
  • Trinken Sie weniger Alkohol, wenn Sie eine Vermutung haben, warum Sie so viel trinken?
  • Ist Ihre Angst plötzlich weg, wenn Sie die Ursachen zu kennen glauben?
  • Denken Sie dauerhaft positiv, wenn Sie nur genügend Selbsthilfebücher lesen?
  • Wie fühlen Sie sich, wenn Sie sich gewohnheitsmäßig auf Ihre Probleme konzentrieren?
  • Wie sieht Ihr Problem nach einigen Gesprächen aus, wenn sich ein “professioneller Zuhörer” darum kümmert?
  • Was müssen Sie tun, damit Sie Angst und Panik bekommen?
  • Wie können Sie sich davon überzeugen, dass über ein Problem zu reden nur vorübergehend erleichtert?
  • Was müssen Sie tun, damit alles so bleibt, wie es ist?

Um das Video zu starten, klicken sie ein- oder zweimal auf das Bild unterhalb dieses Textes. Mit einem erneuten Klick können Sie jederzeit pausieren und wieder fortfahren.

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Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Boss im Kopf werden und bleiben Sie dran, denn der richtige Weg lohnt sich :)

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska Luschas studierte Psychologie. Danach absolvierte sie erfolgreich die 5-jährige Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin am IVS Fürth. Seit 2006 hilft sie ihren Klienten "Boss im Kopf" zu werden. Ihre Arbeitsweise ist integrativ, durchaus unbequem und wirksam. Sie liebt die Natur, lebt umweltfreundlich u. unterstützt den Tierschutz.

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Kommentare

  1. Heike schreibt:

    Klasse, kenne ich nur zu gut. Den Absprung zu schaffen zwischen verstehen und Mitgefühl für mich zu entwickeln und was mein Trauma betrifft, sagen zu können, ja es ist vorbei und dann ins bewusste Handeln zu kommen um meine Selbst erfüllende Prophezeiung zu unterbrechen. Ich weiß dann nicht so genau, wann ich verdränge ( Was kommt da aus dem GUB) und wann ich dann grüble.

    Herzliche Grüße aus Hamburg

    • Franziska Luschas schreibt:

      Hallo Heike,

      viele Therapeuten und Betroffene glauben, dass man über seine Traumata immer und immer wieder reden muss, damit sich etwas verändert. Das ist nach meinen Erfahrungen weder mitfühlend noch sinnvoll und auch wenig wirksam.

      Zu verstehen, was oder warum etwas passiert ist, kann zwar zunächst hilfreich sein.

      Aber erst durch das Akzeptieren und eine erfolgreiche Bearbeitung des Erlebten, steigt die Chance auf eine positive und v.a. nachhaltige Veränderung.

      Verdrängungsvorgänge sind unbewusst, d.h., wir bekommen sie nicht mit. Sie können jedoch bspw. durch regelmäßiges an-sich-arbeiten bewusst gemacht werden.

      Typische Anzeichen, dass man wieder in der gewohnten Grübelfalle steckt, können zum Beispiel sein: Gedankenkreisen, negative Gefühle, ein angespannter Körper, evtl. Schmerzen und dass man sich (und oft auch andere) nicht gut behandelt.

      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und bleiben Sie dran, denn der richtige Weg lohnt sich :-)

  2. Bettina schreibt:

    Du sagst es kurz und präzise. Das Grübeln löst selten Probleme, es ruiniert dafür die Stimmung. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Raus aus dem Denken und rein ins bewusste Handeln.

    • Franziska Luschas schreibt:

      Ja, umso eher wir das gewohnheitsmäßige Grübeln unterbrechen, desto mehr schwächen wir die negativen Programme in uns.

  3. Helga schreibt:

    Danke!!!! Das kommt zur rechten Zeit! Ich war nämlich gerade in einer Negativspirale. Und mir war das gar nicht richtig bewußt… Energie folgt immer der Aufmerksamkeit..:)

    Herzliche Grüße Helga

    • Franziska Luschas schreibt:

      Hallo Helga,

      gewohnte, negative Konditionierungen fühlen sich in der Regel so vertraut an, dass wir sie zunächst gar nicht bemerken.

      Doch auch dieses alte Muster können wir nach und nach unterbrechen, indem wir unsere Aufmerksamkeit wiederholt in eine andere, gesundere Richtung lenken.

      Denn so wie wir unser Gehirn regelmäßig nutzen, so formt es sich :-)

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