Warum es nicht reicht, Probleme zu verstehen oder darüber zu reden, um sie tatsächlich auch zu lösen

“Aber ich muss doch drüber nachdenken, damit ich zu einer Lösung komme”, verteidigt der junge Manager sein tägliches, stundenlanges Grübeln.
Eine Bürokauffrau berichtet: “Allein in den letzten 2 Jahren habe ich bestimmt an die 30 Selbsthilfe Bücher und spirituelle Ratgeber gelesen, aber meine Panik ist nicht besser geworden.”
Auch durch eine 2-jährige Gesprächstherapie, Familienstellen und Reiki Behandlungen seien die Ängste nicht weggegangen.
Wie uns die Sucht nach noch mehr Verstehen davon abhält, ins richtige und wichtige Handeln zu kommen
Eine 52-jährige Paarberaterin hat Tausende von Euros für Fachbücher und Seminare ausgegeben, um ihre Probleme “endlich richtig” verstehen zu können.
Mit einem ausgeprägten Burnout Syndrom schleppte sie sich zu mir und erzählte mir mit Tränen in den Augen: “Meine ganzen Bemühungen liefen ins Leere. Das hat mir das Gefühl gegeben, wirklich unfähig zu sein: ‘Du bist ein Loser, weil du es nicht selbst auf die Reihe kriegst.’”
Weil der Drang, alles verstehen zu wollen, für viele Menschen so normal ist, fällt ihnen dieses (häufig unkritisch übernommene) Verhaltensmuster oftmals gar nicht auf.
Und solange wir diese blockierende Gewohnheit nicht erkennen, solange sind wir gezwungen, das Gleiche ständig zu wiederholen:
Zuerst sind wir davon überzeugt, dass uns dieses Buch, dieser Kurs, diese Therapie endlich von unseren Problemen befreien wird. Aber schon nach kurzer oder längerer Zeit der Begeisterung stellen wir fest, dass es doch wieder nicht das Richtige war, uns immer noch etwas fehlt, damit es endlich “Klick” macht.
Ihr zwanghaftes Bedürfnis, Ihr Problem endlich vollständig zu verstehen, wird auf diese Weise aufrechterhalten
Diese Spirale, über Ihre Probleme nachzudenken, zu lesen und zu reden, dreht sich unaufhörlich weiter …
BossImKopf Trainings-Video – Wie Sie die gewohnte Problemtrance vom lösungsorientierten Handeln abhält
Wenn sich in Ihrem Leben tatsächlich etwas positiv und v.a. auch nachhaltig verändern soll, dann empfehle ich Ihnen ins richtige und wichtige TUN zu kommen, anstatt wie bisher über (oftmals vorgestellte) Probleme nachzudenken.
In der Regel können Sie die Sucht über Probleme nachzudenken bzw. zu reden nur unterbrechen, wenn Sie dieses blockierende Muster auch als solches bewusst erkennen.
Damit Sie das zwanghafte Nachdenken über Probleme schneller bemerken und gezielt unterbrechen können, beantworte ich in diesem BossImKopf Video die folgenden Fragen:
- Wird Ihr Problem automatisch weniger, wenn Sie nur oft genug darüber nachdenken oder mit jemanden darüber reden?
- Trinken Sie weniger Alkohol, wenn Sie eine Vermutung haben, warum Sie so viel trinken?
- Ist Ihre Angst plötzlich weg, wenn Sie die Ursachen zu kennen glauben?
- Denken Sie dauerhaft positiv, wenn Sie nur genügend Selbsthilfebücher lesen?
- Wie fühlen Sie sich, wenn Sie sich gewohnheitsmäßig auf Ihre Probleme konzentrieren?
- Wie sieht Ihr Problem nach einigen Gesprächen aus, wenn sich ein “professioneller Zuhörer” darum kümmert?
- Was müssen Sie tun, damit Sie Angst und Panik bekommen?
- Wie können Sie sich davon überzeugen, dass über ein Problem zu reden nur vorübergehend erleichtert?
- Was müssen Sie tun, damit alles so bleibt, wie es ist?
Um das Video zu starten, klicken sie ein- oder zweimal auf das Bild unterhalb dieses Textes. Mit einem erneuten Klick können Sie jederzeit pausieren und wieder fortfahren.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Boss im Kopf werden und bleiben Sie dran, denn der richtige Weg lohnt sich :)
Franziska Luschas
Diplom Psychologin
P.S.
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P.P.S.
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Liebe Frau Luschas
vielen Dank für Ihre Videos! Sie helfen mir sehr, da sie so konkret zu einem bestimmten Thema reden. Ich habe seit einigen Jahren immer wieder Schwindel oder andere Stress Symptome wenn ich in einer stressigen oder mir unangenehmen Situation bin. Vor ca. 4 Monaten ist es dann alles zu viel geworden und ich musste 4 Wochen bei der Arbeit aussetzen wegen Angst- und Zwangsgedanken. In dieser Zeit bin ich auf Ihre Videos gestossen, welche mir sehr geholfen haben. Oft schaue ich am Morgen, bevor ich zur Arbeit gehe (ich arbeite als Primarlehrerin) eines von den Videos und kann dann über mich selber und meine Gedanken-Geschichten ein bisschen lachen. Vielen Dank vor allem für ihre Tipps, dass es nicht vom Reden besser wird sondern nur vom Tun! Da falle ich immer wieder darauf rein und rede und rede oder jammere…
Liebe Grüsse aus der Schweiz
Hallo Monika,
danke für Ihren ehrlichen Kommentar. Jedes Mal, wenn Sie über das konditionierte “Geschwätz” im Kopf lachen können, stecken Sie nicht mehr im automatisch drehenden Gedankenkarussell fest.
Statt der Gedanke zu sein und dementsprechend alles unkritisch zu glauben, was er sagt, beobachten Sie den Gedanken. Das fällt umso leichter, desto bewusster Sie werden.
Also bleiben Sie dran, es lohnt sich