Warum der Schmerzkörper vor allem nachts aktiv ist und wie Sie besser ein- bzw. durchschlafen

“Guten Morgen Frau Luschas,
Mir geht es mittlerweile jeden Tag, dank Ihrer Videos etwas besser. Mein Troll ist zwar noch da und versucht mich immer wieder in alte Muster reinzuziehen aber ich versuche jedes mal eine Musterunterbrechung zu machen und es gelingt mir immer besser.
Eine Frage hätte ich aber noch und hoffe sie könnten mir die Frage hier beantworten oder ein Video dazu drehen. Am Tag geht’s mir zwar besser aber dafür schlafe ich seit 2 Wochen sehr schlecht bzw. Habe starke Durchschlafstörungen, ist das der Troll?
Ganz liebe Grüße”
Angst und Panik sind häufig gelernt und weit verbreitet
Von Birgit weiß ich beispielsweise, dass sie früher – wie viele Menschen – teilweise unter heftigen Angst- und Panikattacken litt.
Aber Angst und Panik kommen nicht plötzlich über Nacht.
Häufig hören oder erleben wir schon als Kinder viel Negatives, was uns ängstlich, hilflos, wütend oder traurig macht.
Und vielleicht war keiner da, der uns zeigen konnte, wie man mit schmerzlichen Emotionen am besten umgeht.
Im Gegenteil, wie oft haben Sie im Laufe Ihres Lebens schon gehört, “Hoffentlich passiert nicht …”, “Pass auf, dass du nicht …”, “Hab ich dir nicht oft genug gesagt, …” usw.
Und wir werden täglich mit negativen Nachrichten bombardiert. Im Fernsehen sehen wir schlimme Umweltkatastrophen und Menschen, die sich gegenseitig umbringen.
Von gut informierten Kollegen erfahren wir, wer nicht mehr warum zur Arbeit kommt und die nette Nachbarin von nebenan weiß bestimmt, wem in der Straße was Schlimmes passiert ist. Ganz zu schweigen von Tante Elfriede oder Freundin Brigitte, die wieder endlos über ihre Krankheiten oder Beziehungsdramen klagen.
Kein Wunder also, dass wir nachts manchmal wach liegen und vor lauter Sorgen und Angst nicht schlafen können.
Mehr Ruhe und Frieden im Kopf durch tägliche Achtsamkeit
Ich kenne aber auch Menschen, wie Birgit, die sich nach langem Leiden entschlossen haben, die alten Angstmuster regelmäßig zu unterbrechen und dadurch mittel- und langfristig los- und gehenzulassen.
Anstatt sich vorsichtshalber das Schlimmste vorzustellen, haben sie – durch tägliches Üben – gelernt, ihren Geist zu beruhigen, die Angst auslösenden Gedanken kritisch zu hinterfragen und ihren Blick, anstatt auf die gewohnten, negativen Geschichten, auf die Realität zu lenken.
Denn oftmals reicht es nicht, über Achtsamkeit zu reden, zu schreiben oder sich dafür zu begeistern.
Das Einzige, was Ihnen wirklich hilft, ein zunehmend bewusstes, freundliches, ein friedliches Leben zu führen, ist gelebte Achtsamkeit.
Fangen Sie am besten sofort damit an. Spüren Sie jetzt Ihren Atem in der Nase, den Boden unter Ihren Füßen oder Ihren Po auf der Unterlage.
Unabhängig was Sie gerade tun (U-Bahn fahren, schreiben, reden, einkaufen), üben Sie sich darin, zumindest mit einem kleinen Teil Ihrer Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt verankert zu sein.
Versuchen Sie nicht nicht zu denken, das funktioniert in der Regel (noch) nicht
Sie können jedoch Ihre Aufmerksamkeit so gut es geht (möglichst ohne zu beurteilen) auf das richten, was Sie in diesem Augenblick gerade tun.
Kommen Sie mehr und mehr in der Realität an, anstatt sich in den gewohnten Geschichten zu verfangen und dem Leben mit Widerstand zu begegnen. Denn Sie haben vielleicht selbst schon erfahren, dass Kampf noch mehr Kampf hervorruft.
BossImKopf Fragen und Antworten Video Serie – Was Sie tun können, um in der Nacht Ihr Denken zu beruhigen
Im folgenden Video zeige ich Ihnen einige bewährte Methoden, die schon vielen Menschen geholfen haben, ihre Gedanken bzw. ihren Geist zu beruhigen.
Außerdem antworte ich auf Birgits Frage, ob der Troll hinter ihren Durchschlafstörungen steckt, jetzt wo es ihr tagsüber immer besser geht.
Weiter erfahren Sie in diesem BossImKopf Video,
- warum es so wichtig ist, dass Sie Ihren Geist (Denken) täglich trainieren.
- was der Troll (bzw. Schmerzkörper) in uns eigentlich ist.
- warum wir gerade zu Beginn des BossImKopf Trainings (Selbsthilfe, Psychotherapie, Selbstcoaching) zunächst häufig das Gefühl haben, dass es uns schlechter geht.
- was Sie selbst tun können, um Ihre Angst Schritt für Schritt zu verringern.
- dass das konditionierte Ego (cEGO) um jeden Preis überleben will.
- wie sich der Troll (Schmerzkörper) in uns durch Drama, Negativität und Widerstand erneuert und stärker wird.
- wie das clevere Ego und der Schmerzkörper Ihre Sorgen, Stress an der Arbeit, Beziehungsprobleme, Krankheit oder Schlafstörungen nutzen, um Sie wieder ins gewohnte Drama hineinzuziehen (und sich dadurch erneut aufzuladen).
- was Sie bei Einschlaf- oder Durchschlafstörungen konkret tun können.
- durch welche hilfreichen Übungen Sie lernen, Ihren Geist (Ihr Denken) zu beruhigen.
- wie Sie üben können, die Kontrolle über Ihrem Kopf (Geist) zu übernehmen.
- was Sie tun können, um sich vom gewohnten (negativen) Denken zu distanzieren.
- wie Sie schnell, sanft und sicher aus dem Gedankenrad aussteigen können.
Um das Video zu starten, klicken sie ein- oder zweimal auf das Bild unterhalb dieses Textes. Mit einem erneuten Klick können Sie jederzeit pausieren und wieder fortfahren.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Boss im Kopf werden und bleiben Sie dran, denn der richtige Weg lohnt sich :)
Franziska Luschas
Diplom Psychologin
P.S.
Hat Ihnen dieser Beitrag oder das Video gefallen? Dann empfehlen Sie uns bzw. diesen Artikel an Ihre Freunde, Bekannte und Kollegen weiter :-)
P.P.S.
Im Kommentarbereich, weiter unten, können Sie auch Ihre Fragen, Hinweise und Erfahrungsberichte hinterlassen.
Hallo Franziska, ich arbeite seit ca. 2 Jahren mit The Work, seit einigen Wochen sehr intensiv, sprich täglich mind. 1. Arbeitsblatt. Ich habe (hatte allerdings schon immer) seit der intensiven “Arbeit” krasse Albträume. Wie kann ich die denn mit “The work” bearbeiten? Es sind ja sozusagen auch Gedanken oder wehrt sich nur der Troll in mir?? Soll ich sie einfach nicht beachten?
Ansonsten komme ich gut klar mit The Work und es hat sich auch schon einiges zum angenehmen verändert. Ich bin ruhiger in manchen Sitationen und ich wünsche mir nichts mehr als inneren Frieden, egal, wie die Welt um mich herum aussieht.
Viele Grüße und danke für die tolle HP und die tollen Videos!!
Hallo Anette,
Danke für Ihr wertvolles Feedback.
The Work ist eine wirklich hilfreiche Methode, um die eigenen (Stress erzeugenden) Gedanken kritisch zu hinterfragen.
Wir werden dadurch bewusster, glauben nicht mehr jeden unserer Gedanken und lassen uns daher weniger in “Geschichten” hineinziehen.
Negative Denkmuster entwickeln sich oftmals aus vergangenen (negativen) Erfahrungen. Und weil diese Verletzungen in der Regel mit starken Gefühlen verbunden sind, werden diese häufig (ins Unterbewusstsein) verdrängt.
Das ist eine ganz normale Bewältigungsstrategie unserer Psyche. Werden diese Verletzungen jedoch nicht hinreichend verarbeitet, dann können sie sich in Form von Albträumen zeigen.
Deshalb ist es meiner Meinung nach sinnvoll, diese Albträume ernst zu nehmen und sich ggf. professionelle Unterstützung zu suchen.
Ich wünsche Ihnen weiterhin ein erfolgreiches Dranbleiben für mehr Lebensfreude und Gelassenheit.
Viele Grüße
Franziska Luschas