“Hoffentlich bekomme ich jetzt keine Panikattacke” – Was Sie tun können

“Ich leide seit langem unter Panikattacken und bei mir reicht allein der Gedanke aus ‘Hoffentlich bekomm ich jetzt keine Panikattacke’ um Symptome auszulösen. Wie verhalte ich mich nun am besten in dieser Situation?

Ich bin mir bewusst, dass es sich um einen negativen Gedanken handelt, des Weiteren weiß ich auch dass ein Ablenkungsmanöver sowie eine Verdrängung des Gedankens nicht wirksam sind. Soll ich mir einreden, dass der Gedanke nicht der Realität entspricht und mich auf das Hier und Jetzt über die 5 Sinneskanäle orientieren?”, schrieb eine junge Frau unter einem meiner Videos auf Youtube.

Ohne Geschichte bzw. Drama kaum Panikattacken

Negative Gedanken führen sehr oft zu negativen Gefühlen. So bspw. auch im obigen Fall, wo der Gedanke: “Hoffentlich bekomme ich jetzt keine Panikattacke”, nicht nur starke Angstgefühle, sondern auch körperliche Reaktionen (z.B. Herzklopfen, Zittern, Übelkeit, Schwindel) auslöst.

Aber nicht jeder Gedanke mit negativem Inhalt führt automatisch dazu, dass wir uns schlecht fühlen. Dazu müssen wir dem hochkommenden Gedanken erst die nötige Aufmerksamkeit schenken, indem wir eine Zeit lang darin verweilen. Bei “Geübten” läuft das häufig in Sekundenschnelle ab, denn wie wir unser Gehirn benutzen, so formt es sich, d.h. wir werden immer “besser darin” (vgl. Neuroplastizität bzw. Lernen).

Die meisten Menschen machen das natürlich nicht freiwillig. Sie haben einfach nicht gelernt, wie sie (negative) Gedanken frühzeitig bemerken und “neutral” beobachten können, ohne sich von ihren Inhalt hineinziehen zu lassen. Im Gegenteil, unwissentlich verstärken sie – genauer gesagt ihr Troll – den Gedanken, indem er daraus eine persönliche Geschichte macht. 

Beispiele: “Was ist, wenn ich jetzt umfalle und mir keiner helfen kann?”, “Was sollen die Leute nur von mir denken?”, “Was ist, wenn das nie mehr weggeht?”, ” Ich werde nie normal leben können, keinen Familie gründen, immer allein bleiben”, “Ich falle den anderen immer zu Last, weil ich zu schwach bin …”.

Befreien können Sie sich aus diesem Muster, indem Sie Schritt für Schritt mehr Bewusstheit aufbauen. Das bedeutet, dass Sie Ihre Gedanken und Gefühle als etwas wahrnehmen, was zwar in Ihnen abläuft, Sie jedoch nicht sind (= Beobachterperspektive). Dadurch verlieren die sonst so angsteinflößenden Gedanken immer mehr die Macht über Sie.

Die ersten Schritte auf Ihrem Weg zu weniger Angst und mehr Bewusstheit erfahren Sie weiter unten im Video :-)

BossImKopf Video: Wie Sie negative Gedanken und aufkommende Panik sofort unterbrechen

In diesem BossImKopf Video erzähle ich Ihnen außerdem,

  • warum ein Tipp bei starken oder langanhaltenden Ängsten nicht wirklich weiterhilft.
  • dass es beim Angstabbau keine einfache Lösung oder Abkürzung gibt.
  • dass sich alte Angst Muster nicht einfach über Nacht auflösen.
  • dass Sie Angst schrittweise (im Prozess) verringern können.
  • was ich Ihnen bei starken, wiederkehrenden Ängsten empfehlen kann.
  • warum die Angst stärker wird, wenn Sie sie bekämpfen.
  • was bei Widerstand gegen die Angst häufig passiert.
  • warum das Unterdrücken von negativen Gedanken oftmals das Gegenteil bewirkt.
  • was der Unterschied zwischen Gedanken verdrängen und Gedanken unterbrechen ist.
  • was Sie sofort bei negativen Gedanken tun können.
  • wie Sie negatives Denken stoppen können.
  • dass Ihr (konditionierter) Verstand zwar automatisch negative Gedanken produzieren kann, aber Sie nicht diese Gedanken sind!
  • dass das “Hören” der eigenen Gedanken ein Minimum an Bewusstheit voraussetzt.
  • warum sich das wichtige und richtige Dranbleiben, gerade auch bei Angst, lohnt.

Um das Video zu starten, klicken sie ein- oder zweimal auf das Bild unterhalb dieses Textes. Mit einem erneuten Klick können Sie jederzeit pausieren und wieder fortfahren.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Boss im Kopf werden und bleiben Sie dran, denn der Weg lohnt sich :-)

BossImKopf = Klarer denken, besser fühlen, bewusster leben

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska Luschas studierte Psychologie. Danach absolvierte Sie die 5-jährige Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin am IVS Fürth. Seit 2006 hilft sie ihren Klienten "Boss im Kopf" zu werden. Ihre Arbeitsweise ist integrativ, durchaus unbequem und wirksam. Sie liebt die Natur, lebt umweltfreundlich u. unterstützt den Tierschutz.

P.S.
Hat Ihnen dieser Beitrag oder das Video gefallen? Dann empfehlen Sie uns bzw. diesen Artikel an Ihre Freunde, Bekannte und Kollegen weiter :-)

P.P.S.
Im Kommentarbereich, weiter unten, können Sie auch Ihre Fragen, Hinweise und Erfahrungsberichte hinterlassen.

P.P.P.S.
Wenn Ihnen dieser Beitrag geholfen hat, dann tragen Sie sich auch zum kostenlosen BossImKopf Newsletter ein.

 
Artikel in:  Angsthilfe   

Kommentare

  1. Birgit schreibt:

    Nach einem schweren grippalen Infekt kam meine Panik mit voller Wucht zurück und ich fühle mich klein und schwach und ängstlich.

    Also beginne ich heute ganz konkret mit den ersten Übungen und freue mich schon darauf, die Panik wieder zurückzulassen….

    Vielen Dank für all die Texte und Videos!

    Hab mir ein Buch angelegt, um meine Fortschritte zu dokumentieren!

    • Franziska Luschas schreibt:

      Ja, das ist eine gute Idee mit dem “Erfolgs-Tagebuch” :-)

  2. Doris schreibt:

    Liebe Frau Luschas,

    ich verfolge seit langem Ihren YouTube Kanal und auch diverse andere, die sich mit der Bewusstwerdung beschäftigen.
    Ich konnte mir bisher selbst gut durch die Informationen, die ich aufgenommen habe, helfen. Ich erkenne immer besser meine Gedankenmuster und ihren Einfluss auf den Schmerzkörper. Ebenso triggert der Schmerzkörper bzw. die Blockaden in meinem Fleisch meine Gedanken. Gerade versuche ich, die chronische Anspannung in meinem Beckenboden aufzulösen. Es ist noch nicht perfekt, aber ich mache Fortschritte. Mir ist nun richtig bewusst geworden, dass gerade diese Anspannung in meiner Muskulatur ein körperliches festhalten an der Angst darstellt und dieses mir körperlich ein beklemmendes Gefühl gibt.
    Der Troll hat noch nicht ganz seine Macht über mich verloren, aber so leicht kann er mich nun nicht mehr reinlegen.
    Dennoch spüre ich, wie tief hinten unten in meinem Hinterkopf bzw. Unbewusstsein fest Gedanken und resultierende Muster arbeiten. Vorallem sind es alte, sehr eigenständige und emotional noch fest verankerte Grundsätze. An die komme ich nach und nach.
    Ich hoffe, dass ich eines Tages diese letzte Festung auch noch stürme und dass ich diese letzten negative Grundsätze, die mir den Alltag noch erschweren, loslassen kann.

    Ich wollte Ihnen meine Erfolge gerne mitteilen.
    Vielen Dank für Ihr Hilfe.
    Herzlichst Doris

    • Franziska Luschas schreibt:

      Hallo Doris,

      danke für Ihren wertvollen Erfahrungs- und Erfolgsbericht.

      So sehen auch andere Menschen, dass es sich lohnt auf dem Weg zu mehr Boss im Kopf regelmäßig dranzubleiben.

      Ich wünsche Ihnen auch weiterhin klare Gedanken und viel Erfolg :-)

      Herzliche Grüße aus dem schönen Fürth

  3. Maren schreibt:

    Ich leide nicht unter Panikattacken, trotzdem helfen mir diese Videos auch bei meinen “nur” körperlichen Symptomen. Lähmung, Missempfindungen und dergleichen ziehen nämlich sofort Dramen im Kopf nach sich. Dass das Gehirn lernfähig ist, kann ich nicht oft genug hören!! Deswegen danke für das unentwegte Erinnern daran!

    Herzliche Grüße

    • Franziska Luschas schreibt:

      Danke für Ihr Feedback, Maren und bleiben Sie weiter dran, denn der Weg lohnt sich :-)