Eine einfache Atemübung, um sich weniger vom Gedankenrad beherrschen zu lassen

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Das Gedankenrad dreht sich bei vielen Menschen die meiste Zeit, am Tag und sogar nachts.

Das kann ziemlich belastend sein, insb. wenn es sich dabei – wie so oft – um Sorgen, Befürchtungen oder negative Erinnerungen handelt.

Eine weitere Ausprägung des sich ständig drehenden Gedankenkarussells ist das “Reagieren müssen” auf das, was jemand sagt.

Typische Beispiele sind: “Was hat er gerade gesagt? Ne, das kann gar nicht sein.”, “Wieso sagt sie das? Sie kann mich wahrscheinlich nicht leiden.”, “Ja, das ist mir auch schon passiert.”

Und schon fallen wir dem anderen ins Wort, nicken aufgeregt oder schütteln demonstrativ mit dem Kopf. Häufig hören wir dann gar nicht mehr richtig zu, denn wir sind mit unseren eigenen Gedanken beschäftigt.

Wie Sie weniger denken und entspannter reagieren

Dieses zwanghafte “Denken müssen” filtert alles, was wir wahrnehmen, insb. das was wir sehen und hören.

Dann bewerten wir Menschen einfach nach ihrem Aussehen oder dem, was sie sagen. Das Gedankenrad sagt: “Ahh, ich weiß ganz genau, was für ein Mensch das ist“, ohne ihn jedoch wirklich zu kennen.

Und das gilt auch umgedreht: Indem wir so wie immer reagieren, glaubt bzw. denkt der andere, er wüsste schon alles über uns.

Etwas drastischer ausgedrückt: Ein Gedankenrad unterhält sich mit einem anderen Gedankenrad.

Dass dieses automatische “Gedacht werden” bzw. dieses “es denkt in uns” häufig Folgen hat, kennen Sie wahrscheinlich selbst am besten. Wir reagieren dann einfach wie schon so oft, auf das was der Partner sagt oder nicken automatisch die Neuigkeiten der Freundin ab. 

Aber diese Automatik können Sie jederzeit unterbrechen, um mehr Boss im Kopf zu werden und sich nicht mehr komplett von dem Gedankenrad beeinflussen oder sogar beherrschen zu lassen.

Eine einfache, aber sehr wirkungsvolle Achtsamkeitsübung kann Ihnen ohne großen Aufwand dabei helfen, achtsamer zu werden.

Sobald Sie in ein Gespräch vertieft sind, versuchen Sie, zusätzlich leicht auf Ihren Atmen zu achten. Sie merken beispielsweise die kühle Luft in der Nase oder das Heben und Senken Ihrer Schultern sein.

Sie hören dem anderen also zu oder reden selbst. Gleichzeitig halten Sie ein Minimum an Aufmerksamkeit darauf, wie es sich anfühlt zu atmen.

Vielleicht ist das am Anfang noch ungewohnt, aber es ist Übungssache und deshalb langt es zunächst, wenn Sie sich während der Unterhaltung immer wieder kurz auf Ihren Atem konzentrieren.

Vielen Menschen fällt diese Übung leichter, wenn sie sie zunächst in ihre tägliche Meditation einbauen. Auch das bewusste Atmen beim Spazierengehen in der Natur ist für Anfänger gut geeignet.

Das Wichtigste ist, dass Sie regelmäßig (am besten täglich) üben und die Atemübung von 5 Sekunden allmählich steigern.

Nach einigem Training fällt es Ihnen dann leichter, das BEWUSSTE ATMEN in Ihre alltäglichen Handlungen (wie z.B. beim Telefonieren, Treppensteigen, Essen oder während eines Gesprächs mit einer Freundin) einfließen lassen.

BossImKopf Video: Raus aus dem Gedachtwerden, rein ins Hier und Jetzt durch bewusstes Atmen

Warum diese Atemübung so wirksam ist und wie sich der “Troll” (das konditionierte Ich) in Ihnen wahrscheinlich dagegen wehrt, erfahren Sie im folgenden Video.

Außerdem zeige ich Ihnen,

  • wie Sie durch eine einfache Atemübung schnell ins Hier und Jetzt kommen.
  • wie Sie Ihre Aufmerksamkeit sofort vom Kopf in Ihren Körper lenken können.
  • wie Sie ein bewusstes Atmen ins Hier und Jetzt bringt.
  • dass der Gedankentroll (Ego) Ihre Energie bzw. Aufmerksamkeit braucht, um Sie in seine Geschichten reinziehen zu können.
  • wie Sie anfangen können, Ihr Gehirn bewusst zu benutzen.
  • wie Sie anderen richtig zuhören können.
  • welche Übungen helfen, dass Sie gelassener, weniger angespannt, nervös oder aufgedreht sind.
  • wie Sie lernen können, sich besser zu konzentrieren und Ihre Gedanken besser zu kontrollieren.
  • wie Sie Ihren Geist beherrschen lernen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Boss im Kopf werden :-)

Um das Video zu starten, klicken sie ein- oder zweimal auf das Bild unterhalb dieses Textes. Mit einem erneuten Klick können Sie jederzeit pausieren und wieder fortfahren.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Boss im Kopf werden und bleiben Sie dran, denn der Weg lohnt sich :-)

BossImKopf = Klarer denken, besser fühlen, bewusster leben

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska Luschas studierte Psychologie. Danach absolvierte Sie die 5-jährige Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin am IVS Fürth. Seit 2006 hilft sie ihren Klienten "Boss im Kopf" zu werden. Ihre Arbeitsweise ist integrativ, durchaus unbequem und wirksam. Sie liebt die Natur, lebt umweltfreundlich u. unterstützt den Tierschutz.

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Artikel in:  Bewusstheit   

Kommentare

  1. Lara  am  26. April 2017:

    Hallo Frau Luschas,

    vielen Dank für Ihre so wertvolle Arbeit. Dank Ihrer Tipps habe ich schon große Fortschritte gemacht und kann inzwischen wieder positives in meiner Umgebung wahrnehmen. Das hatte ich nämlich verlernt.
    Ich habe eine kleine Frage:
    Ich habe das Gefühl, dass der Troll oder Schmerzkörper sich wehrt, je aktiver ich mit der Musterunterbrechung arbeite. Es fühlt sich an wie Ping-Pong. Lässt das nach?

    Viele Grüße
    Lara

    • Franziska Luschas  am  26. April 2017:

      Danke für Ihr Feedback, Lara :-)

      Vielleicht nehmen Sie die Troll-Aktivitäten nun einfach nur bewusster wahr. Aber falls es Ihnen zuviel werden sollte, dann machen Sie längere Pausen dazwischen. Wichtig ist meines Erachtens, dass Sie sich eine tägliche Entspannungsroutine aneignen, wie z.B. die X Prozess Grundtechnik, autogenes Training, PME, Yoga etc.

      Entspannen Sie sich regelmäßig. Das verringert die “Kraft” des Trolls auf indirekte Weise auch gut.

      Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg auf Ihrem Weg zu mehr Boss im Kopf und bleiben Sie dran, denn es lohnt sich.

  2. Chris  am  19. April 2017:

    Hallo Frau Luschas :)

    Ist vielleicht nicht unbedingt die edelste Art, gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, aber ich habe ein Problem…
    Es ist schätzungsweise kein Problem mit meinen Umständen, der Welt oder mir selbst, aber ich bin aktuell einfach unsicher, weil ich nicht mehr weiß, ob ich auf einem “guten Weg” bin.

    Habe ein paar ihrer Beiträge hier gelesen und es ist des öfteren von einem Troll / Ego die Rede. Ich meine auch zu wissen, was sie damit meinen, da mich der Troll bis zu meinem 19ten Lebensjahr überall begleitet hat.
    Dann hatte ich nach einem spaßigen Abend mit Freunden plötzlich einen “Erkenntnis-Moment” oder so. Seitdem ist dieser Troll komplett verschwunden. Ist das überhaupt möglich oder hat er sich nur versteckt?

    Ich fühle mich zwar die meiste Zeit ausgeglichender und lebensfroher als früher, habe jedoch diverse Aussetzer, welche sich entweder in einer gähnenden Leere oder aber in psychotischen Zuständen äußern.

    Vielleicht haben Sie ja einen Tipp für mich oder können mir aufzeigen, inwiefern das alles bedenklich ist oder nicht.

    Liebe Grüße, Chris :)

    • Franziska Luschas  am  20. April 2017:

      Hallo Chris,

      dass der Troll (= konditioniertes Ego) für immer komplett verschwindet, ist für viele Menschen relativ unrealistisch.

      Mit zunehmender Bewusstheit, kann man den Troll jedoch immer früher erkennen, muss ihn nicht mehr so ernst nehmen und ist dadurch seinen alten Programmierungen nicht mehr so ausgeliefert.

      Dann lässt sich`s auch mit Troll gut leben :-)

      Alles Gute für Sie.

  3. Laurence  am  18. April 2017:

    Liebe Franziska!

    Das ist wieder mal ein super Video und sehr hilfreich.
    Ich schaue mir täglich ihre Videos an und wenn ich sie sehe und höre geht immer die Sonne auf. Sie strahlen so toll und schaffen es irgendwie mich zu beruhigen mit ihren Tips und Anleitungen.
    Ich hoffe ich schaffe es irgendwann auch Boss im Kopf zu werden. Im Moment fällt es mir ziemlich schwer und ich steigere mich in jedes kleinste Symptom rein aber ich gebe nicht auf.

    Danke für Ihre ganzen Mühe und Hilfe!

    Alles Gute!
    Liebe Grüße Laurence

    • Franziska Luschas  am  19. April 2017:

      Danke für Ihre Rückmeldung :-)

      Bleiben Sie weiterhin dran, denn der Weg lohnt sich.

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