Durch diese zwei Fragen können Sie das automatische Denken im Kopf anhalten

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In vielen Menschen, die (noch) nicht Boss im Kopf sind, kreisen die Gedanken ständig um irgendetwas, irgendjemanden oder um sich selbst.

Auslöser für diesen automatischen Gedankenstrom können zum Beispiel eine andere Person sein, ein Bild, Gerüche, ein Lied, die Nachrichten oder auch das Wetter.

Oftmals kommen die Gedanken jedoch auch einfach so, ohne äußere Reize, hoch. Unsere Gedanken drehen sich um Vergangenes oder wir stellen uns mögliche Zukunftsszenarien vor. 

Automatische negative Gedanken und Gefühle

Belastend wird es jedoch häufig erst dann, wenn unsere Gedanken durch Erfahrungen, Erziehung, Lernen oder Gesellschaft eher negativ gefärbt (konditioniert) sind.

Aber selbst da könnten wir uns sagen: “Es sind nur Gedanken”.

Dass das nicht so einfach ist, haben Sie wahrscheinlich selbst schon bemerkt. Denn in einem normalen “Troll-Zustand” sind wir oftmals so sehr mit unseren konditionierten Gedanken verschmolzen, dass wir kaum bewusst wahrnehmen, dass und was es in uns denkt.

Wenn die negativen Gedanken jedoch zunehmend stärker und öfter hochkommen, dann fühlen wir uns auch immer schlechter. Die “Stimme” (Gedanken) im Kopf ist dann so dominant und laut, dass wir ihr häufig unkritisch alles glauben.

Einige Beispiele: Ich bin zu dumm dafür. Ich werde nie mehr glücklich sein. Ich habe mich mit einem tödlichen Virus angesteckt. Ich bin schuld, dass es meiner Mutter schlecht geht. Wegen mir schafft mein Kind die Klasse nicht. Ich finde keinen Partner, der mich so akzeptiert, wie ich bin. Meine Kinder werden mich später hassen.

Wie würden Sie sich mit solchen oder ähnlichen Gedanken fühlen?

Aus Erfahrung weiß ich, dass viele mit “traurig, hilflos, ängstlich, verzweifelt, schuldig, ärgerlich” antworten würden.

Der Teufelskreis negativer Gedanken und Gefühle

Wenn wir in solchen negativen Gefühlen feststecken, dann sind wir kaum mehr in der Lage logisch oder vernünftig zu denken. Der Gedankentroll mit seinen kindlich-irrationalen Denkmustern hat uns fest im Griff.

Da wir in einem (starken) Gefühlszustand zu 100 % von unseren irrationalen Gedanken überzeugt sind, haben wir neurobiologisch gesehen kaum oder gar keinen Zugang mehr zu unserem präfrontalen Cortex, unserem Denkapparat, der uns hilft die Dinge vernünftig und realistisch zu sehen.

Dafür ist jedoch unser limbisches System, das Gefühlszentrum in unserem Gehirn, umso aktiver. Unsere Gedanken entfernen sich dann noch weiter von der Realität. Für uns fühlen sie sich hingegen richtig an. Der Gedanken Troll versucht einfach, typischerweise mit großem Erfolg, keine anderen, vernünftigeren Sichtweisen zuzulassen.

Diesen weit verbreiteten “Denkfehler” nennt die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) “emotionale Beweisführung”. Er sieht in etwa so aus: “Ich bin halt dümmer als andere, sonst würde ich mich nicht so dumm und minderwertig fühlen”.

Die KVT ist im Übrigen die wissenschaftlich am besten erforschte Psychotherapiemethode, die erfolgreich am negativen Denken und Fühlen ansetzt.

Die emotionale Beweisführung hält also unsere negativen Gedanken und Gefühle aufrecht und verstärkt sie noch, vergleichbar mit einem Teufelskreis. Und der Troll freut sich. Denn er liebt Drama.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, ist es wichtig, dass Sie mehr Achtsamkeit bzw. Bewusstheit gegenüber Ihren Gedanken aufbauen.

Wie Sie das tun können, erkläre ich im folgenden Video.

Das BossImKopf Video: Mit diesen zwei Fragen entlarven Sie automatische, negative Gedanken

In diesem BossImKopf Video erfahren Sie, wie Sie ruhiger im Kopf werden und

  • warum das Akzeptieren negativer Gedanken besser ist.
  • warum das Annehmen und bewusstes Unterbrechen von automatischen Gedanken kein Widerspruch ist.
  • dass das Verdrängen bzw. Wegschieben oder Ablenken von negativen Gedanken häufig dazu führt, dass der negative Gedanke noch stärker wird bzw. noch stärker zurückkommt.
  • dass unser Gehirn und damit unser Denken, Fühlen und Verhalten nachweislich veränderbar ist (= Neuroplastizität).
  • dass in uns ständig konditionierte Gedanken automatisch hochkommen.
  • was Sie bei zu vielem Denken bzw. Gedanken tun können.
  • welche zwei kraftvollen Fragen Ihnen dabei helfen können, sich von negativen Gedanken zu distanzieren.
  • wie Sie das gewohnte Bewerten, Urteilen, Verurteilen, “zu allem” eine Meinung haben, dies oder das als gut oder schlecht abzustempeln, gezielt abbauen bzw. verringern können.
  • dass unser ständiger Gedankenstrom, der oft auch Negativität und Widerstand enthält, sehr viel Energie saugt.
  • wie Ihr Gedanken Troll Sie versucht daran zu hindern, bewusster zu werden und ein besseres Leben zu führen.
  • dass zu viel Nachdenken bzw. Grübeln häufig nur dazu führt, dass Sie sich noch schlechter fühlen und noch länger im Kopfkino gefangen bleiben.
  • dass die meisten Gedanken nicht wirklich hilfreich für uns sind, auch wenn Ihr Troll etwas anderes sagt.
  • wie Sie Ihr Gehirn trainieren können, weniger negativ zu denken und gelassener zu werden :)

Um das Video zu starten, klicken sie ein- oder zweimal auf das Bild unterhalb dieses Textes. Mit einem erneuten Klick können Sie jederzeit pausieren und wieder fortfahren.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Boss im Kopf werden und bleiben Sie dran, denn der richtige Weg lohnt sich :-)

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska Luschas studierte Psychologie. Danach absolvierte sie erfolgreich die 5-jährige Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin am IVS Fürth. Seit 2006 hilft sie ihren Klienten "Boss im Kopf" zu werden. Ihre Arbeitsweise ist integrativ, durchaus unbequem und wirksam. Sie liebt die Natur, lebt umweltfreundlich u. unterstützt den Tierschutz.
Artikel in:  Gedanken   

Kommentare

  1. Carola schreibt:

    Hallo Frau Luschas. Vorab herzlichen Dank für alle Interessanten Tipp Vidios die sehr viel Mühe und viel wissenswertes darin gibt. Es ist schön zu wissen das es Menschen wie sie gibt die ihr Wissen auf so netten Art weitervermittelt Herzlichen Dank dafür schön das es sie gibt. Wenn ich ihre vidio anschaue dann erkenne ich mich selbst wieder Troll Grübel und Ängsten die ich schon mehre Jahre habe. Das klopfen hilft mir recht gut. Aber was mache ich wenn meine Ängste als Schwindel das ich mir vielleicht in alle den Jahren zugelegt habe die Gefühle immer da sind und ich deswegen dauern mich beobachte. Das nehmt kein Ende der Schwindel ist echt lästiger wie meine Angst die kann ich unterbrechen aber was mache ich mit diesem Schwindel Gefühlen Gehunsicherheiten traue mich nicht alleine spazieren vielleicht haben sie eine Idee aber ich habe es gut fast 20 Jahre. Vielen Dank für die schönen vidios und haben sie eine gute Zeit liebe Grüße Carola bin jetzt 57 Jahre alt angefangen hat es mit 35.Jahre. Noch eine Frage ist das schon chronischer Schwindel

    • Franziska Luschas schreibt:

      Hallo Carola,

      danke für Ihr Feedback :)

      Zu Ihrem Schwindel kann ich aus der Ferne natürlich nichts sagen.

      Ich empfehle Ihnen den Schwindel auf jeden Fall ärztlich abklären zu lassen und ggf. auch professionelle psychotherapeutische Unterstützung, falls noch nicht geschehen.

      Vielleicht kann Ihnen Ihre Krankenkasse weiterhelfen.

      Ich wünsche Ihnen alles Gute und bleiben Sie weiterhin dran, denn der richtige Weg lohnt sich.