Durch diese einfache Achtsamkeitsübung lernen Sie Ihre Gedanken besser zu steuern

von  Franziska Luschas

Neulich sprach ich mit einem erfolgreichen Projektmanager, der wie er sagte, “alles über Zeit- und Stressmanagement weiß”. Zu diesem Zeitpunkt las er gerade von Dale Carnegie “Sorge dich nicht – lebe!”.

Der junge Mann hatte schon viele Selbsthilfebücher gelesen, etliche Seminare über Positives Denken, NLP, Anti-Stress-Trainings und sogar ein 7-tägiges Retreat in einem abgeschiedenen Waldkloster besucht.

“Solange ich dabei bin, fühle ich mich aufgeräumter und manchmal freue ich mich einfach nur. Das hält aber maximal nur 1 oder 2 Tage an. Dann ertappe ich mich wieder, wie ich vor mich hin grüble.”

Wie Sie Ihr Gedankenrad im Kopf bewusst unterbrechen

Was dieser junge Mann schildert, kennen viele Menschen und spiegelt nur die normale Funktionsweise unseres Gehirns wieder. Alte neuronale Muster können sich nur verändern, wenn Sie sie regelmäßig unterbrechen und bewusst etwas anderes machen.

Man nennt diesen Vorgang auch LERNEN :-)

Oder können Sie nach einem 7-tägigen Intensiv-Englischkurs für den Rest Ihres Lebens fließend englisch sprechen, wenn Sie die Sprache nicht aktiv benutzen?

Haben Sie dauerhaft einen flachen Bauch oder kräftigen Po nachdem Sie 2x trainiert haben?

Bleiben Sie für immer schlank, wenn Sie bald wieder das Gleiche wie vor dem Abnehmen machen?

Wahrscheinlich nicht.

Falls Sie also Ihr Leben also nicht mehr wie bisher im konditionierten Autopilot Modus führen wollen, dann fangen Sie am besten noch heute damit an, Schritt für Schritt die Kontrolle über Ihren Geist zu übernehmen.

“Wie oft und wie lange muss ich das denn üben?” ist eine beliebte Frage des cEGOs (= konditionierter Verstand, der Troll in uns), der eigentlich gar nicht will, dass Sie ruhiger und klarer im Kopf werden.

Wenn Sie es schaffen nur etwa ein Zehntel der Zeit, die Sie sonst für automatische Gedanken oder Grübeln ver(sch)wenden, in praktische Achtsamkeitsübungen (wie Zählen, Atmen, Schritte, Hände oder Füße spüren) zu investieren, dann wären Sie wahrscheinlich innerhalb einer Woche spontanverdampft ;-)

Sie können heute bereits den ersten Schritt zu mehr Ruhe im Kopf machen.

Lassen Sie sich beispielsweise täglich 3x (oder mehr) von Ihrem Handy daran erinnern, im Geiste 1 oder 2 Minuten konzentriert rückwärtszuzählen. Nutzen Sie dabei zum Beispiel die Wartezeit an der Kasse, in der U-Bahn oder wenden Sie immer mal wieder den Blick von Ihrem Computer ab, um für einige Sekunden oder Minuten bewusst rückwärtszuzählen.

Dadurch ziehen Sie Aufmerksamkeit (= Energie) vom sich ständig drehenden Gedankenrad ab, wodurch es an Geschwindigkeit und Kraft verliert.

BossImKopf Video – Wie Sie täglich Achtsamkeit üben

Diese Rückwärtszähl-Meditation scheint zwar bei weitem nicht so spektakulär, wie mitreißende Power-Seminare, schöne Selbsthilfe-Ratgeber oder besondere Kloster-Retreats.

Doch diese praktische Achtsamkeitsübung ist einfach, wirksam und kostenlos.

Gerade liest der Projektmanager “Eine neue Erde” von Eckhart Tolle, um das Hier und Jetzt, sein konditioniertes Ich und den Schmerzkörper noch besser verstehen zu können.

Außerdem hat er sich während seiner täglichen Bürozeit angewöhnt, mindestens drei Mal bewusst rückwärtszuzählen.

Denn er hat die schmerzhafte Erfahrung gemacht, dass alle angesammelten Weisheiten, Tipps und Anleitungen aus den vielen Seminaren, Büchern und Retreats nicht wirklich zu einer tiefer gehenden Veränderung führen, wenn er dieses Wissen nicht auch täglich in seinem Leben praktisch umsetzt.

Er hat erkannt, dass das Wissen über das Hier und Jetzt nicht das Gleiche ist, wie das Hier und Jetzt auch unmittelbar zu erfahren.

In diesem kostenlosen BossImKopf Video erfahren Sie,

  • dass Sie regelmäßig Üben müssen, wenn Sie Ihre Gedanken und Gefühle besser steuern möchten.
  • dass es nicht viel hilft, nur ein paar Mal zu üben, damit sich Ihr Leben verbessert.
  • dass Sie etwas anderes tun müssen, damit sich alte neuronale Muster verändern können.
  • wie Ihnen ein fokussiertes Rückwärtszählen dabei helfen kann, Ihren Geist zu beruhigen und gelassener zu werden.
  • wo Sie diese praktische Achtsamkeitsübung überall durchführen können.
  • mit welchen Übungen Sie Ihr Gedankenkarussell noch anhalten können.
  • dass ein unkontrollierter Geist häufig mit Problemen und mit den Angelegenheiten anderer Menschen beschäftigt ist.

Um das Video zu starten, klicken sie ein- oder zweimal auf das Bild unterhalb dieses Textes. Mit einem erneuten Klick können Sie jederzeit pausieren und wieder fortfahren.

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Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Boss im Kopf werden und bleiben Sie dran, denn der richtige Weg lohnt sich :)

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska Luschas studierte Psychologie. Danach absolvierte sie erfolgreich die 5-jährige Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin am IVS Fürth. Seit 2006 hilft sie ihren Klienten "Boss im Kopf" zu werden. Ihre Arbeitsweise ist integrativ, durchaus unbequem und wirksam. Sie liebt die Natur, lebt umweltfreundlich u. unterstützt den Tierschutz.

P.S.
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P.P.S.
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Kommentare

  1. Ines schreibt:

    Liebe Frau Luschas,

    kann man das Rückwärtszählen auch als Musterunterbrechung nutzen? (Z.B. statt der x-prozess-Grundtechnik?)

    Oder habe ich das falsch verstanden?

    Herzliche Grüße,

    Ines

    • Franziska Luschas schreibt:

      Hallo Ines,

      das Rückwärtszählen ist ebenfalls eine Musterunterbrechung, wenn auch nicht so effektiv wie der X Prozess.

      Viele Grüße aus dem schönen Fürth

  2. Martina schreibt:

    Liebe Franziska Luschas, ihr Video über das Anhalten des Gedankenkarussells durch rückwärts zählen werde ich auf jeden Fall ausprobieren und regelmäßig üben. Vor allem Abends vor dem Einschlafen lässt der Troll mich nicht zur Ruhe kommen.Habe es schon mit Atemübungen und Meditation versucht.ich hoffe jetzt, das mir das rückwärts zählen hilft. Vielen Dank für das Video und liebe Grüße von Martina aus Lippstadt in NRW

    • Franziska Luschas schreibt:

      Viel Erfolg und bleiben Sie dran, denn der richtige Weg lohnt sich :-)

  3. Anaïs schreibt:

    Eckart Tolle ist mir bis jetzt zwar nur von weitem ein Begriff. Aber dafür, das ich ein so verdammt vergrübelter Mensch bin; und gleichzeitig einen wechsel von Überemotionalität und versuchtem betäuben und absterben lassen; von allem was mir zu viel werden kann, klangen Ihre Worte doch recht einleuchtend, für mich. Ich höre immer wieder: üben!, :D ann lernt man. Atmen. Zählen beim Atmen um es zu schaffen sich auf den Atem zu konzentrieren. Klein anfangen… und immer weiter steigern… viele Worte, dessen was man tun sollte, was ich auch möchte(doch nicht wirklich schaffe), sind mir bekannt. Doch nun doch noch die fiese Frage meines Trolls(den ich vorher auch oft als demonenartiges Wesen wahr nahm) Was tun, wenn der Anfang des Unterbrechens schon immer ZU schwer fällt…?! Kann der Troll stärker sein, als ich? Weil ich ihn Überfütterte und pflegte… “und das was ich für wirklich gut halte, einfach völlig verkümmern ließ. Ich hoffe ich überforder hier keinen ”

    Mit Liebe Anaïs

    • Franziska Luschas schreibt:

      Da der Troll ein Teil von uns ist, lautet meine Antwort ‘Nein’. Er ist so stark, wie es ein untrainierter Geist “zulässt”.

      Deshalb ist es wichtig, regelmäßig in kleinen und kleinsten Schritten mehr Bewusstheit aufzubauen, ggf. mithilfe professioneller Unterstützung.

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