Das positive Gefühl der Dankbarkeit hilft Ihnen, sich mehr zu freuen und glücklicher zu sein

von  Franziska Luschas
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Dankbarkeit gehört zu den kraftvollsten positiven Gefühlen, die ich kenne.

Auch viele andere Menschen berichten, dass sie zufriedener sind und sich wieder mehr freuen, wenn sie an etwas denken, wofür sie dankbar sind.

Erst neulich erzählte mir eine 32-jährige Sportlehrerin glücklich, wie dankbar sie für die große Weide in der Nähe ihres Wohnortes ist: “Jedes Mal, wenn ich daran vorbei fahre oder auch nur daran denke, breitet sich ein warmes Gefühl in meiner Brust aus.”

Dankbarkeit hilft Ihnen glücklicher zu werden

Und da spricht sie etwas ganz Wesentliches an.

So wie wir denken, so fühlen wir uns. Umgekehrt wirken sich gute Gefühle positiv auf unser Denken aus. Optimistisches und lösungsorientiertes Denken beeinflussen unseren Wahrnehmungsfilter günstig.

Das heißt, wir sehen die Welt mit freundlicheren Augen und gehen friedlicher mit uns und anderen um. 

Ein guter Einstieg in diese Positivspirale ist das Erzeugen von Dankbarkeit, eines der wirksamsten positiven Gefühle überhaupt. Wie das geht, erfahren Sie weiter unten in meinem Video. 

Es gibt mittlerweile immer mehr wissenschaftliche Studien, die die positiven Auswirkungen von Dankbarkeit auf die körperliche und geistige Gesundheit (z.B. Prof. J.Mills, University Californien, San Diego) belegen.

Dankbare Menschen sind aber nicht nur gesünder, sie sind auch optimistischer, schlafen besser, sind leistungsfähiger, besser gelaunt und generell glücklicher (vgl. Emmons & McCullough, 2003).

Also gut, dann fühlen Sie sich jetzt mal dankbar. Los geht’s!

Ganz so einfach ist es nicht, sich auf Kommando gute Gefühle zu machen, das haben Sie vielleicht auch schon festgestellt.

Wenn es Ihnen schwer fällt, dankbar zu sein

Denn spätestens bis zum Erwachsenenalter haben wir gewöhnlich gelernt, uns besonders auf das Negative zu konzentrieren. Wir beschäftigen uns (gedanklich) zum großen Teil mit Problemen, erinnern uns vorzugsweise an Dinge, die in unseren Leben schief gelaufen sind oder machen uns um alles Mögliche Sorgen.

Daher ist das Gefühl der Dankbarkeit anfangs für viele Menschen ziemlich ungewohnt. In der Regel fällt es ihnen schwer, an etwas Positives zu denken. Sobald Sie sich etwas Schönes vorstellen, schickt der Troll (= konditioniertes Ich) den Gedanken “ja, aber” hoch und sie rutschen mit ihrer Aufmerksamkeit wieder in die Negativität ab.

Ein typisches Beispiel für automatisches Abgleiten ins Negative: “Die Sonne auf meinem Gesicht fühlt sich gut an. Ja, aber es ist viel zu mild für die Jahreszeit, da ist bestimmt die Klimaerwärmung dran schuld …”. 

Für andere fühlt sich die Dankbarkeit nicht richtig oder sogar wie eine Lüge an. Manche werden auch wütend, wenn jemand zu ihnen sagt, sie sollen dankbar sein. 

Ein Beispiel für Ärger: “Die hat gut reden. Für was soll ich dankbar sein, vielleicht für meine verlorene Kindheit?”

Wenn solche negativen Gedanken und Gefühle immer wieder in Ihnen hochkommen, dann akzeptieren Sie in einem ersten Schritt, dass sie da sind. Denn Sie denken ja nicht absichtlich negativ oder fühlen sich bewusst schlecht.

Sondern diese gewohnten Gedanken und Gefühle laufen automatisch in Ihrem Bewusstsein ab und spiegeln nur das wieder, was Sie wiederholt erfahren, gelernt, erlebt und unbewusst verstärkt haben ….

Wie Sie Negatives abbauen und Dankbarkeit aufbauen

Nehmen Sie Ihre negativen Gedanken und Gefühle zunächst also bewusst wahr und bekämpfen Sie sie nicht, sondern sagen Sie sich zum Beispiel, “Es ist nur ein Gedanke” oder “Es ist nur ein Gefühl”.

Unterbrechen Sie in einem zweiten Schritt dieses alte Muster ganz gezielt und systematisch, beispielsweise mit der X Prozess Musterunterbrechung. Dadurch bringen Sie die negativen Bahnen im Gehirn durcheinander und verringern sie auch immer mehr.

Gleichzeitig entwickeln Sie zunehmend mehr Gelassenheit und Lebensfreude. 

In einem dritten Schritt üben Sie Dankbarkeit, zum Beispiel in dem Sie regelmäßig in ein Freude- bzw. Dankbarkeits-Journal schreiben.

Denn ähnlich, wie wir einst Negativität erlernt haben, können wir auch Dankbarkeit und Glück lernen. Ja, Sie können Dankbarkeit und Glücklichsein trainieren, wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit regelmäßig (auch) auf die positiven Dinge in Ihrem Leben lenken.

Denn damit schaffen Sie in Ihrem Gehirn neue positive Bahnen. Auch hierfür gibt es Studien (bspw. P. Kini, J. Wong et. al., Indiana University). 

Erinnern Sie sich, das Gehirn ist plastisch. Ihr Gehirn verändert sich also in die Richtung, wie Sie es benutzen!

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Wie Sie Dankbarkeit zur Gewohnheit machen

Wenn Sie dankbar sind, können Sie sich nicht gleichzeitig schlecht fühlen. Dankbarkeit und gleichzeitig Grübeln, Angst, Depression oder Selbstzweifel schließen sich praktisch gegenseitig aus.

Umso dankbarer Sie sind, desto weniger Raum haben die gewohnten negativen Gedanken und Gefühle in Ihnen. Dieses Phänomen nennt man auch reziproke Hemmung.

Von alleine verändert sich Ihr Gehirn jedoch nicht zum Positiven. Dafür müssen Sie etwas tun. Und nicht nur irgendetwas, sondern das Wichtige und Richtige.

Erfahrungsgemäß reicht das Lesen von Wohlfühlsprüchen oder das Anschauen von kuschligen Tierbaby-Videos nicht aus, damit sich in Ihrem Gehirn grundlegend etwas verändert.

Sondern, wie auch die moderne Hirnforschung bestätigt, ist es wichtig, dass Sie ins regelmäßige und anstrengende (aber bewältigbare) Tun kommen (vgl. Gerald Hüther).

  1. Ich empfehle Ihnen mit kleinen Dingen zu beginnen, für die Sie Dankbarkeit empfinden. In meinem Video zur Dankbarkeit nenne ich einige Beispiele hierzu. 
  2. Führen Sie täglich ein Dankbarkeitstagebuch, am besten zur gleichen Uhr- bzw. Tageszeit und wenn es nur 5 Minuten sind.
  3. Schreiben Sie jeden Tag mindestens eine Erinnerung in Ihr Dankbarkeits-Tagebuch, vor allem dann, wenn Ihnen nicht danach ist, es sich falsch anfühlt oder Ihr Troll andere Abwehrstrategien auffährt.

Ich wünsche Ihnen alles Gute auf Ihrem Weg zu mehr Dankbarkeit und viel Erfolg beim Boss im Kopf werden.

Über Ihre Erfahrungen im Kommentarbereich freue ich mich :-)  

Das BossImKopf Video: Glücklichsein durch mehr Dankbarkeit

In diesem praktischen BossImKopf Video erfahren Sie,

  • was Glück mit Dankbarkeit zu tun hat.
  • dass Unglücklich sein größtenteils gelernt ist.
  • dass wir nicht gleichzeitig total glücklich und unglücklich sein können.
  • dass sich negative Gefühle, wie z.B. Angst und Dankbarkeit gegenseitig hemmen.
  • wie Sie sich durch Dankbarkeit gelassener, entspannter, friedlicher, zufriedener oder glücklicher fühlen können.
  • für was ich dankbar bin.
  • was Sie konkret tun können, um Dankbarkeit in sich zu erzeugen.
  • für welche Dinge Sie dankbar sein können.
  • dass Sie Dankbarkeit lernen können.
  • was ein Dankbarkeitstagebuch ist.
  • dass wir lernen können, unseren Blick auf die Dinge positiv zu verändern.
  • wie wir unser Gehirn trainieren können, statt in Problemen in Lösungen zu denken.

Hier können Sie weitere BossImKopf Videos zum Thema Dankbarkeit ansehen.

Um das Video zu starten, klicken sie ein- oder zweimal auf das Bild unterhalb dieses Textes. Mit einem erneuten Klick können Sie jederzeit pausieren und wieder fortfahren.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Boss im Kopf werden und bleiben Sie weiter dran, denn der richtige Weg lohnt sich :-)

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska Luschas studierte Psychologie. Danach absolvierte sie erfolgreich die 5-jährige Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin am IVS Fürth. Seit 2006 hilft sie ihren Klienten "Boss im Kopf" zu werden. Ihre Arbeitsweise ist integrativ, durchaus unbequem und wirksam. Sie liebt die Natur, lebt umweltfreundlich u. unterstützt den Tierschutz.

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Kommentare

  1. Mathias (AT) schreibt:

    Toller Artikel. Hat mir sehr geholfen!

  2. Dagmar schreibt:

    Sehr geehrte Frau Luschas,

    ich war eigentlich schon immer positiv eingestellt. Doch so richtig zufrieden, wurde ich durch monatelange Diszipin, die vielen Übungen von Byron Katie und Anschauung Ihrer Videobeiträge in Youtube. Das hat viel geholfen.

    Machen Sie weiter so.

    Viele liebe und sehr ehrliche Grüße

    Dagmar

    • Franziska Luschas schreibt:

      Hallo Dagmar,

      Danke für ehrliches Feedback, was anderen Menschen auch wieder Mut machen kann, am Richtigen und Wichtigen dranzubleiben :-)

      Herzliche Grüße aus dem schönen Fürth

  3. Rosmarie schreibt:

    Dankbarkeits Tagebuch finde ich sehr gut dies spürte ich sofort nachlesen 2. Wirkung,danke

    • Franziska Luschas schreibt:

      Ja, Dankbarkeit ist ein starkes positives Gefühl :-)