BossImKopf Selbsthilfe – Wie Sie sich täglich daran erinnern, etwas bewusster zu werden

von  Franziska Luschas

Boss-Im-Kopf-Selbst-Coaching-08-erinnern-bewusster-zu-sein-01“Weniger Ängste und Selbstzweifel, mehr Selbstbewusstsein und Lebensfreude”, antworten viele meiner Klienten, wenn ich sie frage, was sie durch die Beratung erreichen wollen.

Bevor jemand zu mir kommt, hat er in der Regel schon alles Mögliche selbst versucht, um sich besser zu fühlen. Allerdings scheitert es häufig an der Umsetzung im Alltag.

Deshalb reicht es nach meiner Erfahrung nicht aus, nur zu wissen was zu tun ist, sondern auch – besonders in kritischen Momenten – daran zu denken, etwas anderes (etwas Besseres) zu machen :-)

Da habe ich überhaupt nicht mehr dran gedacht

Der tägliche Stress und die zahlreichen Ablenkungen machen es vielen Menschen nicht gerade leicht, ihre guten Vorsätze für ein bewussteres und glücklicheres Leben auch tatsächlich zu verwirklichen.

Und so bleiben die meisten in ihrem Hamsterrad gefangen und machen das, was sie schon immer gemacht haben.

Für die tägliche Meditation, das Freude-Tagebuch oder den wöchentlichen Yoga-Kurs bleibt in der Regel keine Zeit. Selbst die kurze Entspannungsübung, die man eigentlich in der Mittagspause machen wollte, ist dann schnell vergessen.

“Da habe ich überhaupt nicht mehr dran gedacht.”

“Bei dem ganzen Stress ist das ganz untergegangen.”

“Ich hatte so viel um die Ohren.”

Wie wir manchmal lebenslang in alten Gewohnheiten feststecken

Mir ging es selbst lange Zeit so.

Als Psychologiestudentin wusste ich, dass regelmäßiges Meditieren hilft, Anspannung abzubauen und Entspannung aufzubauen.

Gerade einmal 2 Tage hielt ich die morgendliche 10-minütige Meditation durch.

Dann fiel ich wieder in meine alte Gewohnheit zurück, indem ich mir nach der Morgentoilette erst einmal eine große Tasse schwarzen Kaffee gönnte, meine Zeitung las und anschließend zur 1. Vorlesung hetzte.

Meine Gedanken flüsterten mir immer wieder ein: “Nur noch das schnell lesen. Du musst doch informiert sein”.

Bevor ich mich versah, war ich auch schon wieder in mein altes Muster zurückgefallen. Abends, als ich wieder zur Ruhe kam, fühlte ich mich für Entspannung und Meditation meistens zu müde.

Wie Sie sich von “schlechten” Gewohnheiten befreien können

Parallel zu meinem morgendlichen Kaffee inkl. Zeitungslesen hatte sich über die Semester hinweg eine mehrspurige (Auto-)Bahn in meinem Gehirn ausgebildet.

Auf dieser “Kaffee-Zeitung”-Autobahn fuhr es sich wie von selbst. Ich musste nicht mehr überlegen, sondern nur einfach das tun, was ich automatisch jeden Morgen tat. Einsteigen und schon ging es in festgefahrenen Bahnen los.

Aber ich wollte doch eigentlich meditieren. Auf meinen morgendlichen Kaffee wollte ich aber auch nicht verzichten.

Nach einigem Ausprobieren habe ich es mir zur neuen Gewohnheit gemacht, eine halbe Stunde früher ins Bett zu gehen und entsprechend früher aufzustehen.

Anstatt des schwarzen Kaffees trinke ich nun morgens grünen Tee und anstelle der Zeitung sind es heute E-Mails und Internetbeiträge, die ich lese. Nach maximal 30 Minuten mache ich meine 5-minütige Meditation, komme was wolle ;-)

Anfangs musste ich dafür noch den Wecker stellen und in meinem Kalender “Meditation” reinschreiben. Das brauche ich jetzt nicht mehr, weil es inzwischen so normal für mich ist, wie Zähneputzen.

Wie Sie sehen, hat sich diese neue Gewohnheit nicht einfach von heute auf morgen entwickelt. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, regelmäßig (anfangs noch mit etwas Anstrengung) etwas anderes zu machen.

Dank der aktuellen Hirnforschung wissen wir heute, entgegen früherer wissenschaftlicher Meinungen, dass unser Gehirn selbst noch im hohen Alter lernfähig und damit formbar ist (= Neuroplastizität).

Im Klartext heißt das, wenn Sie regelmäßig das Wichtige und Richtig machen, dann entwickelt sich auch Ihr Gehirn entsprechend weiter.

Die alte Autobahn schrumpft und der neue Pfad wächst zu einer stabilen, bequemen und schnellen Straße. Dafür ist es jedoch wichtig, dass Sie Ihre alten Muster – so oft wie möglich – bewusst verlassen.

Wie Sie bewusster und positiver denken, fühlen und handeln

Das Ergebnis meines regelmäßigen Meditierens ist, dass ich heute blockierende Gedanken- und Gefühle nicht nur viel früher wahrnehme, sondern ich merke auch, wie ich immer weniger (lang) in negativen Denkmustern und Gefühlen feststecke.

Doch wie habe ich das geschafft?

Ich bin am Richtigen und Wichtigen drangeblieben!

Mittlerweile kann ich mir mein Leben ohne tägliche Meditation gar nicht mehr vorstellen.

Ich spüre meinem Atem, 5-10 Minuten gleich nach dem Aufstehen und 5-10 Minuten vor dem Schlafengehen, bewusst nach.

Selbst während ich diesen Artikel schreibe, an der Kasse stehe, beim Essen oder im Gespräch mit jemanden, spüre ich den Atem in meiner Nase ein- und ausströmen.

Dadurch hat mein Leben nochmal eine ganz andere Qualität bekommen.

Anstatt im gewohnten Kopfkino gefangen zu sein, nehme ich die Welt bewusster wahr, bin mehr bei mir und im Kontakt mit anderen Menschen tatsächlich da.

BossImKopf Empfehlung

Um alte hartnäckige Gewohnheiten zu durchbrechen, kann anfangs zusätzlich auch eine professionelle Unterstützung, z.B. durch einen erfahrenen Berater oder Therapeuten, sinnvoll sein.

Wie Sie daran denken, am Wichtigen und Richtigen dranzubleiben

Gerade in einer reizüberfluteten Welt ist es wichtig, dass wir uns mehrmals täglich daran erinnern, was für unsere Gesundheit, für unser psychisches Wohlbefinden und innere Ausgeglichenheit wirklich wichtig ist.

Sehr geholfen haben mir bei diesem jahrelangen Veränderungsprozess die sog. Erinnerungsanker.

Besonders in stressigen Zeiten erinnern sie mich daran, mich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Dazu gehören vor allem regelmäßige Achtsamkeitsübungen, ausreichend Pausen und Bewegung, eine gesunde Ernährung und bewusste Beziehungen.

Gute Erinnerungsanker sind da, um uns daran zu erinnern, etwas anderes zu machen: “nicht dorthin, sondern dahin”.

Dazu verknüpfe ich meine Erinnerungsanker mit Sprüchen, die mich gleichzeitig motivieren dranzubleiben.

Zum Beispiel:

  • Mach weiter, auch wenn du dich überhaupt nicht danach fühlst.
  • Spüre deinen Atem, mache die X Prozess Entspannung, besonders in kritischen Momenten.
  • Mach schon! Oder willst du ewig unter der Fuchtel deiner alten Programmierungen stehen?

BossImKopf Selbsthilfe Video – Wie Ihnen Erinnerungsanker dabei helfen, alte Gewohnheiten bewusst zu durchbrechen

Obwohl es nun schon einige Jahre her ist, seitdem ich das Video gedreht habe, ist das Thema nach wie vor aktuell.

In diesem BossImKopf Selbsthilfe Video erfahren Sie, was Erinnerungsanker sind und wie Sie sie am besten für sich nutzen.

Um das Video zu starten, klicken sie ein- oder zweimal auf das Bild unterhalb dieses Textes. Mit einem erneuten Klick können Sie jederzeit pausieren und wieder fortfahren.

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Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Boss im Kopf werden und bleiben Sie dran, denn der richtige Weg lohnt sich :)

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska Luschas studierte Psychologie. Danach absolvierte sie erfolgreich die 5-jährige Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin am IVS Fürth. Seit 2006 hilft sie ihren Klienten "Boss im Kopf" zu werden. Ihre Arbeitsweise ist integrativ, durchaus unbequem und wirksam. Sie liebt die Natur, lebt umweltfreundlich u. unterstützt den Tierschutz.

P.S.
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P.P.S.
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Kommentare

  1. Marion schreibt:

    Liebe Franziska,

    es ist schon erstaunlich, aber ich habe selten eine so hilfreiche und lebensnahe “Lebenshilfe” erfahren. Ich kann nur sagen: danke!! Und hoffe, es einmal zu schaffen, an einem workshop teilzunehmen. Großartig dieses BIK……………

    • Franziska Luschas schreibt:

      Danke für Ihr Feeback, Marion :)