Warum wir unseren eigenen Gedanken häufig mehr glauben als der Realität

Den Satz, “Das hätte ich nicht gedacht”, höre ich öfters, wenn ich unterwegs bin. Er erinnert mich daran, wie oft wir von unseren falschen Gedanken überzeugt sind.

Es gibt Menschen, die ihre Gedanken in Richtung Realität korrigieren, wenn sie nicht mit dem Erlebten (= relative Wirklichkeit) übereinstimmen.

[Relativ deshalb, weil auch unsere persönliche Wahrnehmung durch unseren Gedankenfilter mehr oder weniger verzerrt ist.]

Viele Menschen biegen ihre “Realität” jedoch so hin, dass sie wieder zu ihren gewohnten Überzeugungen und Werten passt (vgl. kognitive Dissonanz).

Kostenloser BossImKopf Online Kurs: Wie sie negative Gedanken und Gefühle abbauen und innere Ruhe aufbauen

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Fast täglich erhalte ich Anrufe, E-Mails, Kommentare und Nachrichten von Menschen, die oftmals schon einen langen Leidensweg hinter sich haben.

Sie leiden unter wiederkehrendem Grübeln, innerer Unruhe, Nervosität, Anspannung, Schmerzen, Ängsten, Panik oder Zwängen.

Die Frage, die mir diese Menschen stellen, ist fast immer die gleiche:

Haben Sie einen Tipp für mich, damit es mir wieder besser geht?

The Work Anleitung mit dem Gedanken: Andere können mich nicht leiden

Heute möchte ich Ihnen anhand eines (anonymisierten) Email-Auszugs den wichtigen Zusammenhang zwischen negativem Denken und Fühlen erklären. Die relevanten Aussagen habe ich hier fett markiert:

“(…) ich habe nun mit einigen Sätzen The Work gemacht und merke, dass ich mich selbst wohl überhaupt nicht leiden kann. Ich denke, ich mache alles falsch und alles was ich mache ist nicht gut genug.

Zudem denke ich bei Freunden oft, das sie nur aus Mitleid mit mir befreundet sind und mich doch gar nicht leiden können (…). Mein Gefühl gibt mir dann auch noch recht, (…)”

Warum es besser ist, Boss im Kopf zu werden, anstatt dem Goldenen Tipp hinterherzujagen

Diese kurzen Auszüge stammen aus E-Mails, Kommentaren, Nachrichten, Briefen:

“Kann mir jemand oder Sie Frau Luschas einen Tipp geben? Immer, wenn ich meine Gedanken beobachte, empfinde ich genau dies als belastender”

“Ich wollte von Ihnen nur eine kleine Info durch welche Viedeo in Ihrem Youtube Kanal kann ich mir Tipps bezüglich zwangsgedanken angucken damit die Gedanken bei mir dan weggehen und ich die zwangsgedanken besiegen kann.”

“Nur – wie schaffe ich es denn nun zu mehr Selbstliebe und dazu, dass ich es nicht mehr schlimm finde, wenn andere Menschen mirzugucken und über mich urteilen könnten? Vielleicht haben Sie eine anregende Idee …”

“also ich gähne is das ne art verdrängung ? komm nicht dahinter gib mir doch bitte nen rat …”

“Mir kommen komisch gedanken im kopf … Können sie mir einen rat geben?”

Wie Sie “wahre” von “falschen” Gedanken unterscheiden können

“Wie erkenne ich ‘eingeimpfte’ Gedanken mit denen ich mich ‘unbewusst’ identifiziere von tatsächlich eigenen Inhalten?”

Diese Frage wurde uns von einem BossImKopf Stream Zuschauer im letzten Livestream gestellt.

Da ich aus etlichen Kommentaren, Emails und Gesprächen weiß, dass es vielen Menschen schwer fällt, zwischen eigenen, “echten” und “eingepflanzten”, konditionierten Gedanken zu unterscheiden, habe ich darüber einen Artikel geschrieben.

Bevor ich jedoch auf die obige Frage eingehe, möchte ich kurz die ebenfalls häufig gestellten Fragen beantworten: Warum denken wir negativ? bzw. Woher kommen negative Gedanken?