Warum es besser ist, Boss im Kopf zu werden, anstatt dem Goldenen Tipp hinterherzujagen

Diese kurzen Auszüge stammen aus E-Mails, Kommentaren, Nachrichten, Briefen:

“Kann mir jemand oder Sie Frau Luschas einen Tipp geben? Immer, wenn ich meine Gedanken beobachte, empfinde ich genau dies als belastender”

“Ich wollte von Ihnen nur eine kleine Info durch welche Viedeo in Ihrem Youtube Kanal kann ich mir Tipps bezüglich zwangsgedanken angucken damit die Gedanken bei mir dan weggehen und ich die zwangsgedanken besiegen kann.”

“Nur – wie schaffe ich es denn nun zu mehr Selbstliebe und dazu, dass ich es nicht mehr schlimm finde, wenn andere Menschen mirzugucken und über mich urteilen könnten? Vielleicht haben Sie eine anregende Idee …”

“also ich gähne is das ne art verdrängung ? komm nicht dahinter gib mir doch bitte nen rat …”

“Mir kommen komisch gedanken im kopf … Können sie mir einen rat geben?”

Wie Sie “wahre” von “falschen” Gedanken unterscheiden können

“Wie erkenne ich ‘eingeimpfte’ Gedanken mit denen ich mich ‘unbewusst’ identifiziere von tatsächlich eigenen Inhalten?”

Diese Frage wurde uns von einem BossImKopf Stream Zuschauer im letzten Livestream gestellt.

Da ich aus etlichen Kommentaren, Emails und Gesprächen weiß, dass es vielen Menschen schwer fällt, zwischen eigenen, “echten” und “eingepflanzten”, konditionierten Gedanken zu unterscheiden, habe ich darüber einen Artikel geschrieben.

Bevor ich jedoch auf die obige Frage eingehe, möchte ich kurz die ebenfalls häufig gestellten Fragen beantworten: Warum denken wir negativ? bzw. Woher kommen negative Gedanken?

“Hoffentlich bekomme ich jetzt keine Panikattacke” – Was Sie tun können

“Ich leide seit langem unter Panikattacken und bei mir reicht allein der Gedanke aus ‘Hoffentlich bekomm ich jetzt keine Panikattacke’ um Symptome auszulösen. Wie verhalte ich mich nun am besten in dieser Situation?

Ich bin mir bewusst, dass es sich um einen negativen Gedanken handelt, des Weiteren weiß ich auch dass ein Ablenkungsmanöver sowie eine Verdrängung des Gedankens nicht wirksam sind. Soll ich mir einreden, dass der Gedanke nicht der Realität entspricht und mich auf das Hier und Jetzt über die 5 Sinneskanäle orientieren?”, schrieb eine junge Frau unter einem meiner Videos auf Youtube.

Sich ein Problem, Drama oder Angst zu machen, braucht Zeit + Aufmerksamkeit

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Am Anfang des 2. Kapitels schreibt Eckhart Tolle in seinem Buch “Stille spricht”: “Menschsein heißt: in Gedanken verloren sein.”

“Ich nicht”, werden Sie jetzt vielleicht sagen. Aber stimmt das wirklich oder ist das nicht auch wieder nur ein Gedanke?

Negative Gedanken und Gefühle steuern bzw. kontrollieren oder akzeptieren?

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“Soll man Gedanken und Gefühle kontrollieren oder annehmen?”

Weil ich diese Frage so oft gestellt bekomme, habe ich dazu ein Video gedreht, welches Sie weiter unten ansehen können.

Eines schon mal vorweg: Diese Art zu denken, das Entweder-Oder Denken, wird in den Kognitiven Therapien auch als dysfunktional (im Sinne von einseitig, verzerrt, unlogisch) bezeichnet.

Besonders häufig finden sich diese “Denkfehler” bei Menschen, die unter Ängsten, Zwängen, Depressionen, Süchten oder psychosomatischen Beschwerden leiden.