Automatisches negatives Denken stoppen durch diese schnelle und einfache Übung

von  Franziska Luschas

Viele (psychische) Probleme, wenn nicht sogar die meisten, resultieren nach meiner Erfahrung aus negativen automatischen Gedanken.

Automatische Gedanken laufen oftmals sehr schnell und unbewusst ab, so dass wir sie kaum bemerken.

Dazu gehören vor allem unsere gelernten Bewertungen, Überzeugungen, Wünsche, Abneigungen usw.

Falsche Gedanken und Gefühle verursachen Leid

Auslöser für automatische Gedanken gibt es viele. Zum Beispiel die Nachrichten, unser Arbeitsplatz, unsere Familie oder eine Erinnerung.

Je nach Situation und unserem gelernten Welt- und Selbstbild denkt es dann in uns zum Beispiel:

Die Klimakatastrophe ist nicht mehr aufzuhalten. Immer wird mein Kollege bevorzugt. Wie kann man nur so falsch und boshaft sein. Die nehmen auf nichts und niemanden Rücksicht. Tierquäler gehören für immer eingesperrt. Es erwischt immer die Falschen. Wie kann man nur so arrogant und ignorant sein.

Solche schnell ablaufenden, negativen Gedanken ziehen häufig entsprechende Gefühle wie bspw. Hoffnungslosigkeit, Angst, Neid, Ärger, Wut oder Hilflosigkeit nach sich (vgl. ABC-Modell in der KVT).

Und diese Gefühle lösen dann wieder weitere negative Gedanken aus, die ihrerseits die negativen Gefühle verstärken (siehe Denkfehler nach A. Beck: emotionale Beweisführung).

Es ist praktisch ein Teufelskreis aus negativen automatisch ablaufenden Gedanken und Gefühlen, der oftmals in einem kindischen Verhalten endet.

Erwachsene Menschen brüllen dann zum Beispiel rum, lügen, verhalten sich trotzig, versuchen andere zu erpressen, zu manipulieren oder übertreiben es mit der Arbeit, Sport oder Alkohol.

Wie gesagt laufen automatische Gedanken größtenteils unbemerkt, also hinter unserem Rücken, ab.

Dann fühlen wir uns “auf einmal” schlecht und wissen gar nicht richtig warum.

Deswegen suchen wir oder besser gesagt der Troll in uns, bevorzugt die Schuld bei anderen Menschen oder in Situationen.

Abstand von automatischen Gedanken bekommen

Beispielsweise bekommt ein junger Angestellter mit wenig Selbstbewusstsein vor dem Geschäftsmeeting starkes Herzklopfen. Seine automatischen Gedanken:

Ich bin ein Versager. Hoffentlich merkt keiner, wie dumm ich bin. Ich darf mich auf keinen Fall blamieren …

Als er die laute Stimme seines Chefs hört, rebelliert sein Magen, ihm wird schlecht und er hastet zur Toilette.

Er ist davon überzeugt, dass es ihm besser gehen würde, wenn er einen anderen Chef und andere Arbeitskollegen hätte, die ihm mehr respektieren würden und er keine Überstunden machen müsste …

In einem größtenteils unbewussten Zustand (= Troll Modus) kann er nicht erkennen, dass dies ein Trugschluss ist. Die gewohnten Gedanken und Gefühle (Selbstbild) laufen ja automatisch, also nahezu unbemerkt, in ihm ab.

Aus diesem Grund kann er seine Gedanken weder “ansehen”, noch stoppen und erst recht nicht auf Wahrheitsgehalt (Realität) überprüfen. Er ist ihnen praktisch ausgeliefert und in seinen alten negativen Gefühls- und Verhaltensmustern gefangen.

Und weil jeder von uns schon mehr oder weniger häufig in seinen eigenen negativen Gedanken gefangen war und sich schlecht gefühlt hat, möchte ich Ihnen heute eine kurze und einfache Übung vorstellen.

Sie ermöglicht Ihnen, Ihre Gedanken und Gefühle besser wahrzunehmen und eine gesunde bzw. kritische Distanz zu ihnen einzunehmen.

Durch diese Achtsamkeitsübung gelangen Sie über Ihren Körper schnell ins Hier und Jetzt. Ihre Gedankenwolken lichten sich und Ihr Denken wird leichter, klarer und kreativer.

Vor allem können Sie diese Übung nahezu jederzeit, fast überall durchführen. Sie dauert nur wenige Sekunden und hilft sofort :)

Das BossImKopf Video: Kurze, einfache und wirksame Übung für mehr innere Ruhe und Gelassenheit

Weiter unten können Sie sich das BossImKopf Video ansehen.

Dort erfahren Sie,

  • wie Sie Ihren Geist bzw. Ihre Gedanken beruhigen können.
  • dass wir in der Regel von unseren konditionierten (in uns hineinprogrammierten) Gedanken und Gefühlen gesteuert werden, wenn wir nicht genügend Boss im Kopf sind.
  • dass in unserem Kopfkino oft automatisch Dramen ablaufen.
  • welche kurze, schnelle und einfache Achtsamkeitsübung ich empfehle.
  • durch welche kurze Übung Sie aus Ihrem Gedankenkarussell ganz schnell aussteigen können. 
  • was Sie tun können, um sofort ins Hier und Jetzt zu kommen. 
  • wie Ihr Denken bzw. Ihre Gedanken neuer, klarer und kreativer werden. 
  • welche Übung Ihnen helfen kann, besser, positiver und vor allem lösungsorientierter zu denken. 
  • wie Sie Ihren Körper als guten Anker ins Hier und Jetzt, in die Realität bzw. Wirklichkeit nutzen können.
  • dass Sie durch diese einfache Achtsamkeits-Übung gelassener, entspannter und befreiter werden könen.
  • wie Sie sich besser von falschen Gedanken bzw. Geschichten im Kopf lösen können.

Um das Video zu starten, klicken sie ein- oder zweimal auf das Bild unterhalb dieses Textes. Mit einem erneuten Klick können Sie jederzeit pausieren und wieder fortfahren.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Boss im Kopf werden und bleiben Sie weiter dran, denn der richtige Weg lohnt sich :-)

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska Luschas studierte Psychologie. Danach absolvierte sie erfolgreich die 5-jährige Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin am IVS Fürth. Seit 2006 hilft sie ihren Klienten "Boss im Kopf" zu werden. Ihre Arbeitsweise ist integrativ, durchaus unbequem und wirksam. Sie liebt die Natur, lebt umweltfreundlich u. unterstützt den Tierschutz.

Kommentare

  1. Karin schreibt:

    Hallo, soll ich das am besten machen wenn ich noch halbwegs entspannt bin? Wenn ich schon im negativem Gefühl bin wird es schwierig. Wie lange soll man das dann machen? 2 minuten oder wie ist das gemeint? Lg

    • Franziska Luschas schreibt:

      Hallo Karin,

      wende diese einfache, sekundenschnelle Achtsamkeitsübung am besten vorrangig bei “langweiligen” bzw. Routinetätigkeiten an, wie bspw. Zähneputzen, mit den Öffentlichen fahren, zum Auto gehen, Treppen gehen, jemanden zuhören ;)

      Wenn Du schon in negativen Gefühlen drin steckst, empfehle ich Dir die X Prozess Methode.

      Viele Grüße und Erfolg :)