Die Gedanken-Brille oder wie wir mit unseren (negativen) Gedanken unsere Realität schaffen

Normalerweise nehmen wir die Welt nicht so wahr, wie sie ist, sondern wie wir gelernt haben, über sie zu denken.

Das wusste auch schon der berühmte griechischer Philosoph Epiktet, der vor 2000 Jahren sagte: “Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Meinungen und die Urteile über die Dinge.” 

Dazu gehört auch unsere Meinung über uns selbst und über andere Menschen.

Diese schiebt sich wie eine getönte Brille über die Welt, in der wir leben.

Deshalb sehen wir einen anderen Menschen oftmals nicht, wie er wirklich ist, sondern was wir von ihm halten.

Sind meine Gedanken richtig oder falsch? Diese Fragen helfen Ihnen bei der Antwort

Jeden Tag begegne ich Menschen, die fast jeden ihrer Gedanken glauben. Oftmals sogar mehr als der Realität.

Das geht schon frühs beim Bäcker los. Die Verkäuferin sagte gestern “Ich habe gedacht, es sind 2 Semmeln”, obwohl ich nur einige Sekunden vorher 1 Semmel gesagt habe.

Später, ich ging gerade an einer Arztpraxis vorbei, hielt eine Frau die Eingangstür auf und schaute mich erwartungsvoll an. “Ich habe gedacht, dass Sie auch hier rein wollen.”

Ego (Troll) und Schmerzkörper in der Partnerschaft / Ehe, kann das funktionieren?

Diese Fragen stellte mir eine junge Frau, die über ihre Beziehungsprobleme in einer E-Mail schreibt:

“Wann bzw woran kann man erkennen, dass diese Partnerschaft schädlich ist oder kann man diese Gedanken dann auch wieder seinem eigenen Troll zuschreiben? (…) 

Denken Sie, das es dieses Motto ‘Liebe Dich selbst und es ist egal wen Du heiratest’ stimmt oder wenn man nach Eckhard Tolle denkt, dass der Mann einen zu wenig Verständnis gibt, dann soll man in hohem Maße Verständnis geben, dann bekommt man in Fülle zurück, passt? Oder gibt es für Sie Paarbeziehungen, wo es einfach nicht funktioniert?”

Bevor ich im Video weiter unten auf die Fragen antworte, möchte ich noch kurz auf das “normale Beziehungsdrama” eingehen.

Diese Achtsamkeitsübung hilft Ihren Geist zu beruhigen und negative Gedanken zu stoppen

Die meisten (neurotischen) Ängste werden in der Regel durch automatische negative Gedanken ausgelöst, die normalerweise eine ziemlich starke Sogkraft besitzen. Und wenn man dann erstmal im Kopfkino drin steckt, ist es nicht mehr so einfach wieder rauszukommen.

Warum Sie den Unterschied zwischen “normalen” Gedanken und Bewertungen kennen sollten

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Viele Menschen verwechseln Tatsachen (“Wahrheit”), z.B. “Ich habe Sommersprossen”, mit ihrer Bewertung darüber, z.B. “Ich bin hässlich”.

Und weil negative Bewertungen in der Regel negative Gefühle (z.B. Scham, Traurigkeit oder Ärger) nach sich ziehen, ist es wichtig dass Sie normale Gedanken (= Tatsachen) deutlich von Ihren Bewertungen unterscheiden können.

Die Tatsache “Ich habe Sommersprossen” löst in der Regel noch keine schlechten Gefühle aus. Erst wenn wir glauben, dass wir deshalb hässlich sind, fühlen wir uns schlecht.