Angst, Panik, Grübeln, Zwang war wieder da – Wie Sie Rückfälle verringern können

von  Franziska Luschas
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“Die Angst war auf einmal wieder da. Der Zwang kam wieder zurück. Und dann fingen die komischen Gedanken wieder an.”

Solche und ähnliche Emails bzw. Kommentare bekomme ich regelmäßig und wenn ich genauer nachfrage, dann stellt sich meistens heraus, dass der- oder diejenige mit dem Richtigen und Wichtigen aufgehört hat.

Was das genau heißt und wie Sie Rückfälle verhindern können, erfahren Sie hier in diesem Artikel und im Video weiter unten.

Am Richtigen dranbleiben ist gar nicht so einfach

“Aber ich meditiere jeden Tag eine halbe Stunde lang und oft noch länger, bevor ich zur Arbeit gehe”, erzählte mir mal eine 36-jährige Sekretärin mit innerer Unruhe und depressiver Verstimmung.

Nachdem ich sie fragte, wie denn ihre Meditation konkret aussieht, meinte sie: “Da nehme ich mir Zeit für meine Gedanken”. Nach weiterem Nachfragen stellte sich jedoch heraus, dass sie ihre Gedanken nicht beobachtete, sondern sich von ihnen hineinziehen ließ, was ihr Troll einfach als Introspektion (= Selbstbeobachtung) uminterpretierte.

Eine andere Form der Selbst- bzw. Troll-Sabotage, die ich in den letzten 15 Jahren immer wieder beobachtete, ist der oberflächliche Konsum von “spannenden” Ratgebern.

Viele dieser Selbsthilfebücher vermitteln zwar interessantes Hintergrundwissen und zahlreiche Theorien, ein praktisch anwendbares Wie-Wissen sucht man dort jedoch oftmals vergeblich.

“Mit jedem Buch glaubt man sich besser zu verstehen, aber an meinem Leben hat sich rein gar nichts geändert”, berichtete mir neulich erst eine Arzthelferin.

Diese Beispiele zeigen, wie der Troll uns beeinflusst, so dass wir mit gutem Gewissen am “Falschen” dranbleiben, weil wir glauben, regelmäßig etwas zu tun.

Natürlich können Sie meditieren und Bücher lesen, wenn sich dadurch jedoch nicht wenigstens ein bisschen etwas in die gewünschte Richtung verändert, dann lohnt sich meines Erachtens die Überlegung, vielleicht doch etwas anderes zu machen.

Was ist wirklich wichtig in Ihrem Leben?

Was wirklich wichtig ist, wird den meisten Menschen häufig erst (wieder) bewusst, wenn ihre Gesundheit nicht mehr richtig mitspielt oder sie sogar ernsthaft krank werden, wiederkehrende Schmerzen haben oder einen lieben Menschen verlieren.

Der damit verbundene (seelische) Schmerz lenkt die Aufmerksamkeit und Energie oftmals weg vom normalen Alltagsstress, vom Kopfkino, von den gewohnten Befürchtungen und Ängsten. Manche Menschen besinnen sich durch einen solchen “Ausnahmezustand” wieder auf das Wichtige im Leben.

Anerkennung von außen, oberflächliche Ablenkungen und die täglichen (gedanklichen) Dramen werden weniger wichtig. Dafür wächst das Bedürfnis nach echter Zufriedenheit, innerer Ruhe und tiefer Freude aus sich selbst heraus.

Ähnlich schaut es bei Menschen mit Ängsten, Panik oder Zwängen aus. Durch ihren Leidensdruck sind sie häufig eher bereit, regelmäßig Zeit, Geld und Anstrengungen in Selbsthilfe zu investieren.

Auf der Suche nach Besserung stoßen sie auf hilfreiche Methoden, wie beispielsweise gute Entspannungsübungen (u.a. den X Prozess), Meditationen, The Work, Achtsamkeitsübungen usw., die relativ schnell und zuverlässig wirken. Die Ängste werden dadurch in der Regel weniger.

Umso mehr das “normale” Leben jedoch zurückkehrt, desto mehr sinkt bei vielen Menschen die Motivation mit den hilfreichen Übungen fortzufahren. “Mir geht’s doch wieder gut”, “Daran habe ich gar nicht mehr gedacht” oder “Dafür habe ich keine Zeit”, habe ich schon des Öfteren gehört.

Anscheinend muss bei vielen Menschen erst eine hohe Schmerzgrenze erreicht werden, damit sie ernst- und dauerhaft etwas in ihrem Leben zum Positiven verändern. Denn das Dranbleiben am Wichtigen und Richtigen kann besonders am Anfang ungewohnt, vielleicht zeitaufwendig und anstrengend sein.

Aber es lohnt sich!

Deshalb möchte ich Sie mit dem folgenden Video ermutigen, beharrlich und regelmäßig auf Ihrem Weg zu mehr Boss im Kopf dranzubleiben.

Das BossImKopf Video: Angst, Panik, Grübeln, Zwang plötzlich wieder da – Was Sie tun können

Das folgende Video habe ich in unserem Wanderurlaub, vor dem Hintergrund der Wartburg, gedreht.

In diesem Motivationsvideo erfahren Sie,

  • dass Menschen, die leiden, eher motiviert sind regelmäßig etwas für sich zu tun.
  • dass das Gehirn wie ein Muskel trainiert werden muss.
  • welche Übung Sie bei negativen Gedanken machen können.
  • wie Sie sich täglich einfach und schnell entspannen können.
  • dass Sie mit dem E-Protokoll (Entspannungsprotokoll) Stress und Angst vorbeugen können.
  • warum, besonders am Anfang, geführte Meditationen besser sind.
  • dass Sie mit der X Prozess Grundtechnik Stress und Angst sofort verringern können.
  • wie Ihnen Dankbarkeit beim Einschlafen helfen kann.
  • mit welchen Übungen Sie Ihr Gehirn positiv programmieren können.

Die Links zu den Artikeln inkl. Videos zur Mini-Meditation, zum E-Protokoll und zur X Prozess Entspannung finden Sie unter diesem Artikel.

Ich empfehle Ihnen auch den Artikel zu lesen, wo ich Ihnen praktische Hinweise gebe, wie Sie sich am besten an Ihre täglichen Übungen erinnern können.

BossImKopf Empfehlung:

Schauen Sie sich das Video wiederholt in Ruhe an, schreiben Sie Wichtiges mit und probieren Sie das neue Wissen vor allem regelmäßig aus. Denn Sie wissen vielleicht schon, von nichts kommt nichts ;-)

Um das Video zu starten, klicken sie ein- oder zweimal auf das Bild unterhalb dieses Textes. Mit einem erneuten Klick können Sie jederzeit pausieren und wieder fortfahren.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Boss im Kopf werden und bleiben Sie dran, denn der Weg lohnt sich :-)

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Boss im Kopf werden und bleiben Sie dran, denn der richtige Weg lohnt sich :)

Franziska Luschas
Diplom Psychologin

Biographie Profilbild Diplom Psychologin und KVT Trainerin Franziska Luschas auf HeilpraktikerErfolg
Franziska Luschas studierte Psychologie. Danach absolvierte sie erfolgreich die 5-jährige Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin am IVS Fürth. Seit 2006 hilft sie ihren Klienten "Boss im Kopf" zu werden. Ihre Arbeitsweise ist integrativ, durchaus unbequem und wirksam. Sie liebt die Natur, lebt umweltfreundlich u. unterstützt den Tierschutz.

P.S.
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P.P.S.
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Kommentare

  1. Nicole schreibt:

    Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort Frau Luschas, Sie haben mir wirklich geholfen mein Gedankenstrudel zu stoppen, ich werde also weiterhin dran bleiben mit dem XProzess. ???? Sonnige Grüße aus dem Schwarzwald

  2. Nicole schreibt:

    Hallo liebe Frau Luschas, Ich habe letzte Woche mehrere Rückfälle gehabt, obwohl ich regelmäßig XProzess mache und das hat mich total aus der Bahn geworfen, weil ich mit dem XProzess meine Angst gut im Griff hatte. Jetzt habe ich gelesen, dass Entspannungsübungen mehr oder weniger hilfreiche Strategien sind, um eine Panikattacke so angenehm wie möglich zu gestalten doch genau diese Verhaltensweisen Ängste und Panik langfristig aufrecht erhalten. Man sollte stattdessen die Angst annehmen und aussitzen und rein gar nichts tun, denn je mehr wir dagegen ankämpfen, desto länger hält sie an. Ist das wahr? Ich würde mich über Ihre Antwort freuen. Mit freundlichen Grüßen Nicole

    • Franziska Luschas schreibt:

      Wo haben Sie das denn gelesen?

    • Nicole schreibt:

      Es gibt eine App, die Mindable Health heißt und die anscheinend auch von Therapeuten genutzt wird. In ihrer Homepage erklären sie, dass es hilft vor allem abzuwarten und nichts zu tun und man die Panik austoben lassen und warten, bis sie von ganz alleine müde wird. Das Angstzentrum macht vermehrt die Erfahrung, dass die Panik von alleine abklingt und es entsteht ein Prozess der Gewöhnung wird außerdem erläutert. Doch wenn ich die Panik austoben lasse, gebe ich dann nicht meinem Troll Zuviel Freiraum? Ich bin total verwirrt, können Sie mir da weiterhelfen Frau Luschas? Vielen Dank im Voraus!

    • Franziska Luschas schreibt:

      Hallo Nicole,

      danke für Ihre schnelle Rückmeldung.

      Sie können Ihre Verwirrung recht schnell abbauen, wenn Sie sich klar machen, dass viele Wege nach Rom führen.

      So ist das auch in der Psychologie. Es gibt viele Ansichten, Vorgehensweisen oder Konzepte zum einem Thema, wie z.B. Angst.

      Ich unterscheide mich bspw. in meinem Ansatz von den “Mindable Health” Leuten schon allein dadurch, dass für mich eine Muster-Unterbrechung bei Angst die bessere und modernere Lösung ist, als dass der Klient die Angst einfach aussitzen soll.

      Die Angst auszusitzen, ist zwar wirksam, aber für die Klienten sehr unangenehm und belastend.

      Aber nur weil ich einen anderen Ansatz habe, heißt das nicht, dass der Gewöhnungseffekt falsch ist. Im Gegenteil, er ist wissenschaftlich schon lange belegt.

      Es gibt jedoch auch andere, modernere, meines Erachtens bessere Ansätze, wie z.B. das Inhibitionslernen oder die Muster-Unterbrechung, die ich bei meiner therapeutischen Tätigkeit erfolgreich eingesetzt habe.

      Viele Grüße aus dem sonnig schönen Fürth